Einkauf in China
China gehört zu den am schnellsten wachsenden Gesellschaften der Welt. Auch als Wirtschaftsmacht gewinnt China immer mehr an Bedeutung. Doch Industrie und Wirtschaft bieten nicht nur China selbst großartige Chancen, sondern auch zahlreichen ausländischen Unternehmen. Der Handel mit und Einkauf in China eröffnet profitable Geschäftsbeziehungen.
Deutlich geringere Personal- und Lohnkosten versprechen Kostensenkungen und eine damit verbundene Gewinnoptimierung. So lässt sich mit dem Einkauf in China die eigene Position auf dem nationalen und internationalen Markt ausbauen und sichern. Doch auch wenn der Handel mit China großen Erfolg verspricht, birgt er für ausländische Unternehmen auch Herausforderungen. Denn zwischen den handelnden Parteien können kulturelle Differenzen auftauchen, die sich vor allem auf die Arbeitsmoral und den Qualitätsanspruch beziehen.
Qualität und Zufriedenheit, sowie ein langfristiger Erfolg können nur erreicht werden, wenn die Differenzen durch kompetente Vermittlung und einen respektvollen Umgang offen thematisiert und ausgeglichen werden. Wenn dem Unternehmen Erfahrungen und Kompetenzen in dieser Hinsicht fehlen, empfiehlt es sich Hilfe von extern in Anspruch zu nehmen. Mittlerweile gibt es einige Unternehmen, die sich auf die Beratung von mit China handelnden Firmen spezialisiert haben und die jeweiligen Interessen im Ausland vertreten. Wer den Einkauf in China in Eigenleistung bewerkstelligen möchte, sollte folgende Tipps beachten, damit sich der Import für das Unternehmen lohnt:
Bedachte Auswahl der Partnerbetriebe in China
Die Zulieferbetriebe in China unterscheiden sich vor allem in ihrem Verständnis von Qualität von deutschen Unternehmen. Betriebe zu finden, die den eigenen Standards und Anforderungen ge-recht werden ist deshalb eine schwierige Aufgabe. Der Auswahl eines Partnerbetriebes sollte eine systematische und umfassende Recherche von möglichst vielen potentiellen Lieferanten voraus gehen. Informationen lassen sich in Datenbanken, Messen, Fachzeitschriften und dem Internet finden.
Auch persönliche Empfehlungen von seriösen Quellen kann Vertrauen geschenkt werden. Die Untersuchungen sollten unter strengen Gesichtspunkten durchgeführt werden. Unternehmen, die den Ansprüchen nicht gerecht werden, sollten sofort aussortiert werden, sodass für den Einkauf in China nur noch zuverlässige Partner in Frage kommen.
Konstante Kontrollen direkt vor Ort
Um Enttäuschungen und Ausschussprodukte, die oft erst in Deutschland festgestellt werden, zu vermeiden, sollte noch in China eine strenge und stetige Qualitätskontrolle durchgeführt werden. Gezielte Inspektionen im Produktionsablauf und in der Fertigung, sowie strenge Kriterien für die Abnahme sollten immer wieder vor Ort durchgeführt werden, noch bevor die Ware verpackt wird, um negative Überraschungen in Deutschland zu vermeiden. Schlussabnahmen können dabei durch Stichproben aber auch durch Kontrolle aller Produkte durchgeführt werden.
Nur freigegebene Waren dürfen nach Deutschland transportiert werden - und auch nur für diese wird ein Akkreditiv ausgezahlt. Durch diese kontinuierliche Kontrolle erhält man in der Regel Waren, die mindestens dem deutschen Qualitätsstandard entsprechen und termingerecht geliefert werden. Darüber hinaus sichert man die Arbeit von zufriedenstellenden Lieferanten, damit ebendiese gleichbleibend gut bleibt.
Vertrauensvolle Durchführung des Einkaufs in China
Beim Einkauf in China herrscht oft Misstrauen auf beiden Seiten. Vertrauen zu den chinesischen Lieferanten aufzubauen ist ein sehr schwieriges Unterfangen, denn einerseits muss der Geschäftspartner Vertrauen fassen können, anderseits müssen ganz klare Grenzen formuliert werden, um sich vor Manipulation abzusichern. Besonders hilfreich sind dabei Kenntnisse über die Landessprache und die Mentalität der Menschen.
Gegebenenfalls muss sich ein deutsches Unternehmen für diese Aufgabe einen neutralen Landsmann suchen, der vermitteln kann. So kann man nicht nur Kontakt zur Führungsebene des Partnerunternehmens pflegen, sondern auch zu den Angestellten und Arbeitern, die oft wichtige Informationen preisgeben, die man vom Management nicht erhält.
Verhinderung des Technologie-Verlustes
Ein ernstzunehmendes Problem beim Einkauf in China ist die rasante Entwicklung und Verbreitung von Plagiaten. Die Gefahr des sogenannten Technologie-Verlustes bzw. -Diebstahls lässt sich durch wasserdichte Verträge und deren strenge Einhaltung begrenzen. Noch mehr Sicherheit bietet die Methode, Produkte nicht nur von einem Zulieferer fertigen zu lassen, sondern die Produktion an mehrere Betriebe zu verteilen. Das ist zwar aufwendiger und kostspieliger, sichert aber vor Industriespionage und gewährleistet die Wettbewerbsfähigkeit.
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