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Chemiemarkt: Die Rohstoffe werden immer knapper

veröffentlicht am 06.08.2011 unter Einkauf
Der Konjunkturboom hat den Herstellern zwar volle Auftragsbücher beschert, dafür haben sich aber auch ihre Rohstoffläger rasant geleert. Viele kämpfen bereits mit massiven Ver-knappungen, weil auf dem Markt nicht genug Material angeboten wird. 3 Gründe gibt es für diese Engpässe:
  1. Durch Übernahmen und Fusionen hat sich die Anbieterzahl reduziert. So gibt es bspw. für bestimmte Sulfide heute weltweit kaum mehr als 2 oder 3 Lieferanten.
  2. Produktionsausfälle bei den Herstellern. In der Regel setzen sich diese Ausfälle ent-lang der chemischen Wertschöpfungskette fort.
  3. Gesetzliche Bestimmungen wie die seit Ende 2008 geltende REACH-Verordnung. Weil der bürokratische Aufwand für bestimmte Sorten und Produktionsmengen zu hoch war, haben Hersteller sie einfach aus ihrem Portfolio gestrichen.
Praxis-Tipp von Rohstoffeinkauf aktuell: Einfach hinnehmen müssen Sie als Chemieeinkäufer diese Rohstoffverknappungen und Rohstoffverteuerungen aber nicht:
  1. Vermeiden Sie Single Sourcing und stellen Sie Ihre Beschaffung auf eine breitere Basis - so weit möglich.
  2. Erhöhen Sie Ihre Lagerkapazitäten. Das kostet zwar Geld, macht Ihre Produktion aber unabhängiger von Lieferengpässen.
  3. Verzahnen Sie Entwicklung, Produktion und Einkauf noch fester, um knappe und teu-re Rohstoffe zu substituieren.
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