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Lieferantenkartelle verhindern größeres Wachstum in Deutschland

veröffentlicht am 08.10.2011 unter Preisentwicklungen

Bonn - Die deutschen Unternehmen rechnen mit weiter steigenden Einkaufspreisen für Zulieferprodukte. Das sehen fast drei Viertel der vom Fachverlag für Privatfinanzen im Branchenblatt „Einkaufsmanager” befragten Einkaufsprofis so.

150 Einkäufer verschiedener Branchen und Unternehmensgrößen befinden sich in der ersten Stichprobe des Portals "Einkaufsmanager Wirtschaftsboard".

Die Konsequenz aus der Preiserwartung der Einkäufer: Die Unternehmen sehen sich nach Alternativen um und kaufen verstärkt im Ausland ein. Bevorzugte Regionen: Osteuropa mit 51 Prozent und Südostasien mit 41 Prozent. Lieferantenkartelle schaden nach Ansicht von fast drei Viertel der Befragten dem Standort Deutschland. Die Einkaufsprofis erwarten von der Politik, dass sie gegen die Konzentration auf Lieferantenseite, insbesondere auf dem Energiemarkt, härter vorgeht.

Weiterhin sehen die Mittelständler, die an der Befragung teilgenommen haben, bei den Steuersätzen nach wie vor Spielraum nach unten. Um die Beschäftigungszahl in Deutschland wesentlich zu erhöhen, müssen die Steuern und Abgaben vor allem bei Arbeitern und Angestellten runter.

Dieser Meinung sind neun von zehn der befragten Einkaufsmanager. Gleichzeitig wird ein Bürokratieabbau, Verringerung der Regulierungsdichte und eine Vereinfachung des Steuerrechts gefordert. Mit dem Einkaufsmanager Wirtschaftsboard unter dem Dach des Verlags für die Deutsche Wirtschaft http://www.vnr.de wollen die Initiatoren eine breitere Öffentlichkeit mit Informationen aus der Einkäufer-Fachwelt bedienen.