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Mehr verdienen: Stolpersteine vermeiden

veröffentlicht am 22.07.2011 unter Einkauf
Nennen Sie ein Gehaltsgespräch möglichst nicht beim Namen. Denn beim Thema Geld schalten fast alle Chefs auf stur. Taktisch klüger ist ein Begriff wie "Entwicklungsgespräch".

Einen Bogen sollten Sie auch um folgende 4 Stolpersteine im Gehaltsgespräch machen:

1. Zu viel fordern. +6 % bis +10 % vom Brutto-Jahresgehalt sind Standard. Wechseln Sie in eine Führungsposition, sind +15 % üblich. Mehr wird selten akzeptiert.

2. Privates ins Spiel bringen.
Ein absolutes Tabu. Das neue Haus oder das 3. Kind interessiert Ihren Chef nicht. Außerdem könnte er den Hinweis, mit dem jetzigen Gehalt nicht auszukommen, schnell als wirtschaftliche Inkompetenz auslegen. Und warum sollte er dafür mehr Geld zahlen?

3. Sich mit Kollegen vergleichen.
Auch kein guter Tipp. Die Gehälter Ihrer Kollegen können Fantasiezahlen sein. Außerdem besteht in Sachen Gehalt in den meisten Firmen eine mehr oder weniger strenge Geheimhaltungspflicht.

4. Mit Kündigung drohen. Wirkt nur, wenn Sie unersetzlich sind. Doch wer ist das schon?! Auch das Top-Angebot einer anderen Firma zieht nicht. In puncto Gehälter sind Chefs meist gut informiert - sie wissen, was anderswo gezahlt wird.

Praxis-Tipp: Falls Ihr Gehaltsgespräch danebengeht, halb so schlimm. Sie sind Verhandlungsprofi! Fassen Sie zum Schluss Ihren Standpunkt und Ihre Argumente noch einmal zusammen, und schlagen Sie ein erneutes Gespräch in 6 Monaten vor. So demonstrieren Sie nicht nur Kompetenz und Selbstbewusstsein, Sie erzeugen auch indirekt Handlungsdruck auf Ihren Chef.