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Praxisbeispiel: Firmeninterne Verhandlungen

veröffentlicht am 26.10.2010 unter Einkauf
Harvard-Konzept: Kommunikation - das 5. Element

In unserem letzten Newsletter hat Ihnen die Redaktion des Einkaufsmanager 11 praktische Methoden und Techniken für bessere Verhandlungen präsentiert. Dass diese auch funktionieren, zeigt dieses Praxisbeispiel.
Diesmal hat unser Einkaufsleiter, Herr Fuchs-Pfennig, ein firmeninternes Verhandlungsproblem mit seinem Produktionsleiter, der gleichzeitig auch technischer Leiter ist, zu lösen.

Dazu der Marktspiegel über ein neu zu beschaffendes Investitionsgut:

  • Lieferant A: 450.000 Euro (bisheriger Lieferant)
  • Lieferant B: 350.000 Euro (bisher nur Angebotsabgaben bei gleicher Technologie)
Welcher Lieferant gewählt werden sollte, ist klar, oder? Wenn da nicht die Einwände des Produktionsleiters wären. Die Problematik für Herrn Fuchs-Pfennig in dieser Situation:

  1. Lieferant A ist seit Jahren der gewünschte Haus- und Hoflieferant des Produktionsleiters.
  2. Das Ansehen des Produktionsleiters bei der Geschäftsführung ist historisch bedingt höher.
  3. Die von der Geschäftsleitung individuell vorgegebenen Jahresziele der beiden Bereichsleiter sind konkurrierend: Herr Fuchs-Pfennig hat Einsparungsvorgaben von 5 % in diesem Jahr, der Produktionsleiter muss Effizienzsteigerungs- und Qualitätsziele erfüllen.
  4. Die persönliche Beziehung der beiden ist wegen des emotionalen Temperaments des Produktionsleiters sehr gespannt.
Herr Fuchs-Pfennig (FP) will aufgrund des deutlich niedrigeren Preises und sonstiger vergleichbarer technischer Daten Lieferant B qualifizieren. Daher macht er eine kurze Aufstellung, in der er mögliche Einwände des Produktionsleiters (PL) aufführt, um besser vorbereitet zu sein. Herrn Fuchs-Pfennig ist klar, dass dies nur Vermutungen sind, aber ganz ohne Vorbereitung will er nicht in dieses Gespräch gehen...