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Deutsche Logistikkonjunktur: Absturz gebremst?


Nach dem kräftigen Einbruch zu Jahresbeginn zeigt sich die Logistikkonjunktur zwar weiterhin in schwacher Verfassung, doch der BVL/DIW-Logistikindikator gab im Mai gegenüber dem Vorquartal nur noch um 7 Punkte nach. Damit scheint der freie Fall, der seit Ende letzten Jahres zu beobachten war, deutlich abgebremst.

Die wesentlichen Triebkräfte der Logistikkonjunktur kommen nach Erkenntnissen der Untersuchung aus Industrie und Handel. Insbesondere wird mit keiner weiteren Verschlechterung der Geschäftslage gerechnet, und hinsichtlich der Auftragsentwicklung wird mehrheitlich sogar eine Verbesserung für möglich gehalten. Allerdings hat der Absturz der Logistikkonjunktur binnen eines halben Jahres deutliche Spuren bei der Kapazitäts- und Beschäftigungsplanung der Logistik-Dienstleister hinterlassen, die in beiden Bereichen ganz überwiegend Kürzungen planen.

Die bislang von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen zur Konjunkturstabilisierung werden allerdings von beiden Seiten des deutschen Logistikmarktes unterschiedlich beurteilt. Während unter den Logistik-Dienstleistern mit 57 % eine Mehrheit der Befragten in den beschlossenen Maßnahmen eine substanzielle Hilfe in der gegenwärtigen Konjunkturkrise sieht, ist unter den Anwendern in Industrie und Handel mit 59 % fast derselbe Anteil anderer Ansicht. Angesichts des deutlich schlechteren Logistikklimas auf der Anbieterseite (Indexwert von 55,5 gegenüber 81 für die Anwenderseite) sind die unterschiedlichen Einschätzungen nicht unverständlich.


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