Drucken  |   Weiterempfehlen  |   Newsletter  |   tweet this! |  Facebook   |  

Maut 2009: BGL moniert „faulen Kompromiss“ im Bundesrat

veröffentlicht am 25.11.2008 unter Logistik
Der Bundesverband für Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) kritisiert die Zustimmung des Bundesrats zur Mauterhöhung. Seiner Meinung nach ist dieser Kompromiss nur durch die Drohungen des Bundesverkehrsministers mit Investitionskürzungen erpresst worden. Nach Berechnungen des BGL belastet der Kompromiss die Wirtschaft ab dem nächsten Jahr mit zusätzlichen Kosten von rund 1,8 Milliarden Euro.

Welche Punkte der Verband für besonders bedenklich hält und welche finanziellen Konsequenzen die Erhöhung für Logistikunternehmen hat, stellt der LogistikManager vor...
Insbesondere kritisiert der Verband die Verteuerung der Maut bei so genannten Euro-III-Fahrzeugen. Diese waren noch vor 2 Jahren neuester Stand der Technik beim Schadstoffausstoß, die Maut dafür soll trotzdem ab Januar 7 Cent pro Kilometer mehr kosten. Nach Erkenntnissen des Verbands werden aktuell etwa 50 % des Warenverkehrs auf mautpflichtigen Straßen mit Fahrzeugen dieser Klasse bestritten. Das hat laut BGL zu einem Marktzusammenbruch für Gebrauchtfahrzeuge geführt. Ältere Lkw seien praktisch unverkäuflich.

Die Aussage der Bundesregierung, die gestiegenen Mauterträge kämen über höhere Investitionen der Straßen-Infrastruktur zugute, bezeichnet der Verband als klare Mautlüge. So blieben im Vergleich zu diesem Jahr von den zusätzlichen Mauterträgen von rund 1,8 Milliarden Euro nur gut 300 Millionen übrig, die zusätzlich in Investitionen der Straßen-Infrastruktur fließen.