Verkehrswege, Rampen und Brücken: Entschärfen Sie jetzt diese Unfallschwerpunkte
veröffentlicht am 12.08.2011 unter Logistik
Wenn man untersucht, wo und warum es beim innerbetrieblichen Warentransport immer wieder zu Unfällen kommt, kristallisieren sich 3 Orte heraus:
- innerbetriebliche Verkehrswege,
- Laderampen und
- Ladebrücken.
So finden Sie die Schwachstellen auf Ihren Verkehrswegen
Jeder von uns kennt das: Da wurde Material gelagert, wo es nicht hingehört, und prompt knallt ein schwer beladener Stapler dagegen. Dabei ist es gar nicht so schwer, solche Unfallschwerpunkte schnell zu entschärfen. Denn bei genauerer Betrachtung sind oft folgende Fehler der Grund für Unfälle:- keine festgelegten Verkehrswege
- unzureichende Gestaltung der Verkehrswege
- unübersichtliche Verkehrswege
- Überlastung der bestehenden Verkehrswege
- zu geringer Abstand der Verkehrswege zu anderen Einrichtungen und Arbeitsplätzen
- Hindernisse durch Materiallagerung auf den Verkehrswegen
Und diese Mängel lassen sich mit einigen wenigen Maßnahmen und Hilfsmitteln meist recht einfach beheben:
- Passen Sie alle Verkehrswege in ihrer Größe an die Anzahl der Nutzer und die Art der Nutzung an. Kommt es also vor, dass sich beispielsweise 2 Stapler mit schöner Regelmäßigkeit auf einem Weg begegnen, sollte dieser so ausgelegt sein, dass sie problemlos aneinander vorbeifahren können.
- Trennen Sie Fahrverkehrswege immer von Gehwegen deutlich ab. Entweder gestalten Sie die Wegführung so, dass sie streng räumlich voneinander getrennt verläuft. Geht das aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht, sollten Sie die Wege zumindest mit Markierungen deutlich voneinander trennen.
- Werfen Sie auch einen Blick auf den Zustand der Verkehrswege. Entdecken Sie Schadstellen wie Risse und Löcher im Boden oder finden Sie rutschige Stellen, sollten Sie diese sofort richten lassen.
- Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung auf allen Verkehrswegen. Wenn Ihre Halle Oberlichter hat, sollten Sie Ihren Beleuchtungskontrollgang nicht unbedingt bei hellem Sonnenschein unternehmen.
- Richten Sie alle Verkehrswege so ein, dass der Abstand zu anderen Einrichtungen, insbesondere zu Arbeitsplätzen, gewahrt bleibt. Das gilt auch für Türen, Tore und Treppen.
- Achten Sie penibel darauf, dass niemals Material auf Verkehrswegen gelagert oder abgestellt wird.
- Sehen Sie an unübersichtlichen Stellen wie Kreuzungen so genannte Kugelspiegel vor. So kann ein Fahrer leichter erkennen, wenn ein Kollege auf einem Seitengang auf Kollisionskurs ist.
So schaffen Sie Sicherheit auf Brücken und Rampen
Dass Laderampen und -brücken besondere Unfallschwerpunkte sind, kommt nicht von ungefähr. Deswegen stellen auch die Berufsgenossenschaften einige Anforderungen, die Sie tunlichst beachten sollten. Bauliche Vorschriften Insbesondere an die baulichen Gegebenheiten stellen die Genossenschaften Anforderungen, die im Laufe der Zeit leicht übersehen werden. Deshalb sollten Sie überprüfen, ob- Laderampen, die nur zum Handtransport benutzt werden, eine Mindestbreite von 0,80 Metern haben,
- Laderampen, auf denen handbetriebene Transportmittel genutzt werden, eine ausreichende Verkehrsfläche aufweisen. Das können Sie anhand der Formel „Breite + Sicherheitsabstand = Mindestverkehrsbreite“ überprüfen. Bei einem Gabelhubwagen ergibt sich also: 0,80 m Breite + (2 x 0,30 m) = 1,40 m,
- Rampen, die auch mit motorgetriebenen Fahrzeugen wie Gabelstaplern genutzt werden, auf jeder Seite 50 cm Sicherheitsabstand haben: 1,20 m + (2 x 0,50 m) = 2,20 m,
- Laderampen mit einer Höhe von mehr als 1 m mit Absturzsicherungen an den Aufgängen und allen Punkten, an denen kein Be- und Entladen stattfindet, versehen sind,
- bei mehr als 4-stufigen Treppen die vorgeschriebenen Handläufe vorhanden sind und das Auftrittverhältnis (Auftritt + (2 x Steigung) = 63 cm) stimmt,
- die maximale Neigung von Laderampen 12,5 % nicht übersteigt.














