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Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf Heute
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Wie sieht die Zukunft des Dollar aus?
Liebe Leserin, lieber Leser, das Treffen der Supermächte USA und China am vergangenen Montag barg so einiges an "Zündstoff": Die Amerikaner stehen mit über einer halben Billion Euro an US-Staatsanleihen bei den Chinesen in der Kreide. Die gigantische Verschuldung der USA sorgt nicht nur im Reich der Mitte für Unsicherheit, auch aus anderen Ländern hört man derzeit viel Kritik und Skepsis. Wie stabil ist der Dollar? Wird er sich auch weiterhin als Leitwährung halten können? Jens Holtmann, Chefredakteur der Fachinformationsdienste "Globaler Einkauf aktuell" und "Einkaufsmanager" titelt in der aktuellen Sonderausgabe Währung: "Leitwährung: Die Tage des Dollars sind gezählt". Für diese Prognose spricht manches: So fordern die Chinesen offen die Ablösung des Dollars als Leitwährung. Im Geheimen, so Jens Holtmann,
vereinbaren sie via chinesische Zentralbank Devisentauschgeschäfte mit anderen Notenbanken. Zum Jahresanfang hatten sie z. B. Südkorea, Hongkong, Malaysia, Weißrussland und Indonesien neue Währungs-Swap- Linien eingeräumt. Im März folgte Argentinien mit einem Gesamtvolumen von 70 Mrd. Yuan (10,2 Mrd. $). Dank dieses Swap-Geschäfts können die argentinischen Einkäufer und Verkäufer unter Umgehung der Dollar-Umrechnung ihre Handelsgeschäfte mit China direkt auf Renminbi-Basis abwickeln. Es wird in Fachkreisen bereits kräftig spekuliert, was denn den Dollar als Leitwährung ablösen könnte: Als mögliche Alternative zum Dollar als Leitwährung werden unter anderem der chinesische Renminbi, der Rubel, der Euro sowie die Sonderziehungsrechte (SZR) des IWF gehandelt. Was sich genau hinter diesen SZR verbirgt, lesen Sie heute im dritten Beitrag.
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Beste Grüße sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
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Preisverhandlungen: Aufrüsten für die Rabattschlacht mit Lieferanten
"Was derzeit abgeht, ist Wahnsinn. Wir bekommen Briefe, in denen die Kunden einfach mal pauschal 10 % Rabatt fordern. Und wir bekommen nicht ein paar Dutzend solcher Schreiben, sondern mehrere Tausend." So wurde im Frühjahr der Geschäftsführer des Stuttgarters Werkzeugherstellers Hahn + Kolb, Gerhard Heilemann, im "Handelsblatt" zitiert. Dass die Preissenkungsforderungen genau ins Schwarze treffen, zeigt die einfache Kostenanalyse der Werkzeughersteller-Branche mithilfe der Bundesstatistik. Bereits auf der Basis der April-Daten war eine Preisreduzierung von mindestens – 3,65 % nötig. Bis Juni kamen noch einmal – 3 % hinzu, insgesamt also – 6,65 %. Beachten Sie: Beim derzeiten Preisverfall auf der Rohstoff- und Vormaterialseite der Werkzeughersteller müssen deren Verkaufspreise mindestens um 1 % pro Monat fallen. Die
durchschnittliche Kostenstruktur der Werkzeughersteller
- Materialkosten 38,1 %
- Energiekosten 1,3 %
- Handelsware 8,0 %
- Personalkosten 34,8 %
- Sonstige Kosten 17,8 %
Quelle: Destatis Die 38,1 % Materialkosten setzen sich wie folgt zusammen:
- 89,4 % Rohstoffe und Vorprodukte
- 7,3 % Betriebsstoffe und Verpackungsmaterial
- 3,3 % Brenn-/Treibstoffe und Energie
Preiserhöhungen Adé Die Preise fallen aktuell von ganz allein. Der Grund: Die extrem schwache Nachfrage. Die Erzeugnisse der Vorleistungsgüter-Produzenten sind binnen Jahresfrist um 5,3 % gesunken, Energie um 4,4 %. Ihr Lieferant kauft damit nachweislich günstiger ein als vor einem Jahr. Behauptet er das Gegenteil, ist das ein Vorwand oder sein Einkauf ist nicht auf der Höhe der Zeit. Mit
den Zahlen der Bundesstatistik lässt sich jetzt "spielen". Wenn die durchschnittlichen Materialkosten eines Industriebetriebes bei rund 50 % liegen und sämtliche fremdbezogenen Vorprodukte innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 5,3 % gesunken sind, dann muss der Lieferant seine Verkaufspreise senken, und zwar um mindestens 2,65 %. Rechnung: 50 % x – 5,3 % = – 2,65 %. Als die Vorprodukte teurer wurden, haben die Lieferanten die Verkaufspreise ja auch (ständig) erhöht. Jetzt geht es in die andere Richtung. Es gibt keine Ausrede für den Verkäufer. Quelle: Einkaufsmanager Weitere Tipps für geschickte
Preisverhandlungen... |
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Einkaufsmanager-Indices: Zarte Wachstums-Signale
Auch wenn derzeit noch nicht von durchgreifender Erholung geredet werden kann, so doch immerhin von Stabilisierung. Vorsichtige Schätzungen sehen zum Jahresende sogar ein deutliches Plus vor dem Wachstumskomma. USA: Wenn die Lage auf dem Arbeitsmarkt auch angespannt bleibt, Industrie und Gewerbe melden steigende Auftragseingänge. EU: Ein starker Euro hat die EU in der Krise nicht schwach gemacht. Es geht aber nur langsam bergauf, denn Schnelligkeit und Entschlussfreude sind nicht gerade EU-Tugenden. Japan: Die Null-Zins-Politik zeigt Wirkung: Produktions- und Exportzahlen erholen sich wieder. China: Auch in der Krise zeigt China Muskeln: 6,1 % Wirtschaftswachstum übers Jahr. So hoch wie nirgendwo sonst auf der Welt. Peking hofft sogar auf 8
%.
Quelle: Globaler Einkauf aktuell Weitere aktuelle Themen rund um den internationalen Einkauf |
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Sonderziehungsrechte: Eine Alternative zum Dollar?
Seit 1969 gibt es das so genanntes Sonderziehungsrecht (SZR; englisch: Special Drawing Right = SDR). Mit ihm wollte der Internationale Währungsfond (IWF) ein internationales Währungssystem schaffen, das den Welthandel erleichtert. Geplant war, die Einlagen der beteiligten Länder mit Gold oder allgemein anerkannten Devisen wie dem Dollar abzusichern. Festgelegt war 1 SZR einst mit 0,888671 Gramm Gold, was damals genau 1 $ entsprach. Mit dem Ende fester Wechselkurse Anfang der 1970er-Jahre wurde es um das Sonderziehungsrecht aber ziemlich still. Nicht zuletzt, weil sich Gold und Dollar als untaugliche Sicherungsmittel erwiesen hatten. Als künstliche Währungseinheit, die nicht am Devisenmarkt gehandelt wird, spielte das Sonderziehungsrecht lange Zeit nur noch eine untergeordnete Rolle als Reservemittel. Erst die wieder aufgeflammte Diskussion
um eine neue Leitwährung hat das SZR wieder aus der Versenkung geholt. Heute basiert sein Wert auf einem Durchschnitt von Dollar (44 %), Euro (34 %), Yen und britischem Pfund (je 11 %). Der Kurs wird täglich um 12 Uhr an der Londoner Börse ermittelt. Zurzeit ist ein SZR rund 1,5067 $ wert Quelle: Globaler Einkauf aktuell, Sonderausgabe Währung
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