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Lesen Sie am 05.08. in Einkauf heute:
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Goldene Zeiten für den Einkauf?
Liebe Leserin, lieber Leser,
Einkäufer durchleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle: Auf der einen Seite bieten sich beste Möglichkeiten, günstige Konditionen auszuhandeln, da sich der Markt in großer Unruhe befindet. Die Großhandels-Verkaufspreise sind auf den tiefsten Stand in 23 Jahren gefallen, Lieferanten stöhnen unter dem Preisdruck.
Auf der anderen Seite sind die Ansprüche, die die Firmenleitung in diesen Tagen an Einkaufsabteilungen stellt, besonders hoch. Man erwartet von Ihnen, dass Sie alle Potenziale ausschöpfen, geschickt verhandeln - und dennoch Ihren Lieferanten nicht vergrätzen.
Einen Weg, wie sich diese Ansprüche miteinander verbinden lassen, verrät Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes Einkaufsmanager: Es ist keinesfalls ausreichend, lediglich Preisdruck auf die Zulieferer auszuüben. Überdurchschnittliche Erfolge werden erst dann erzielt, wenn die Kosten beim Lieferanten reduziert werden, beispielsweise durch Prozessverbesserungen und/oder Optimierung der Produktfunktionen. Jeder will in diesem Wirtschaftssystem Geld verdienen. Setzen Sie diese gemeinsame Motivation für Ihre Kostensenkungsprojekte mit Lieferanten ein. Helfen Sie Ihren Lieferanten dabei, mehr Geld zu verdienen, indem diese die Kosten senken.
Nutzen Sie die einmaligen Einkaufs-Chancen, die sich ihnen jetzt bieten - das soeben erschienene Praxishandbuch Einkauf & Beschaffung liefert Ihnen jede Menge Praxistipps, wie Sie Ihren Einkauf in diesen Zeiten auf Erfolgskurs steuern.
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Beste Grüße aus dem Rheinland sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
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Einkaufsmethodik: Jetzt die Wettbewerbs-Karte richtig ausspielen
Sie müssen diese Chance nutzen – das ist Ihr Job! Alles beim Alten zu lassen, ist zwar eine Möglichkeit – aber keine, die sich auszahlt. Im derzeit herrschenden Käufermarkt haben Sie die durchschlagenden Argumente auf Ihrer Seite, um die Lieferanten zu nachhaltigen Zugeständnissen zu bewegen.
Beachten Sie: Sie werden für die betriebswirtschaftlichen Erfolge Ihrer Firma bezahlt, nicht für die betriebswirtschaftliche Seite Ihrer Lieferanten. Besonders die Lieferanten, die sich in den Wachstumsjahren vor der Krise ganz besonders hemmungslos die Taschen vollgestopft haben, gehören ganz oben auf Ihre To-do-Liste.
Konjunkturindikatoren melden Sturm
Die Nachfrage, der zentrale Markt-Mechanismus, sinkt und sinkt und sinkt. Schrumpft die Nachfrage anhaltend zwingt das viele Unternehmen zum Kapazitätsabbau. Eine weitere Folge: harte (Preis-)Kämpfe mit der Konkurrenz um Aufträge. Sämtliche echten Konjunktur-Indikatoren sehen furchtbar aus: Auch die Anlage- und Ausrüstungsinvestitionen sind im 1. Quartal 2009 um 11,3 % bzw. 19,6 % gesunken.
Beachten Sie: Die Krise klopft die Konditionen weich. Betätigen Sie sich daher als Motivationshelfer. Natürlich können Einkaufsabteilungen auf die 2. Schockwelle der Weltwirtschaftskrise warten. Diese wird dann auch die letzten "Widerstandsnester" mürbe machen.
Motivator "ANGST"
Viele Firmen haben Angst, noch mehr Umsatz und Kunden zu verlieren. Insbesondere da, wo der Wettbewerb unter Ihren Lieferanten noch vorhanden ist und funktioniert, ergibt sich ein großes Potenzial für Einkaufserfolge. Aber auch Vorstöße bei Ihren Monopol- und monopolähnlichen Lieferanten sind jetzt einen Versuch wert. In der kommenden Woche präsentieren wir Ihnen eine Briefvorlage, mit der Sie Ihre Lieferanten geschickt auf Verhandlungskurs bringen.
Beachten Sie: In Zeiten extrem fallender Nachfrage darf es keine Preiserhöhungen geben – im Gegenteil.
Quelle: Einkaufsmanager
Weitere Tipps aus dem Einkaufsmanager, die Sie interessieren könnten: Preisarbeit: Festpreise vereinbaren und nach unten hin öffnen Lieferantenmanagement: Bessere Leistung, intensivere Zusammenarbeit und Kommunikation mit Dienstleistern |
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Importpraxis: Wie schnell Einkäufer zu Exporteuren werden
Reklamationen machen Einkäufer schnell zu Exporteuren. Der Zoll kennt für solche Sonderfälle keine beschleunigten Verfahren. Wer beispielsweise einen Container falsch gelieferter oder mangelhafter Handys nach Taiwan zurückschicken muss, wird ebenso behandelt, als wenn er sie nach dort verkauft. Zu seinem Ärger kommt viel zusätzliche Arbeit wie:
- Ausfuhr anmelden,
- eine die Waren begleitende Rechnung aufsetzen,
- Antrag auf Rückerstattung der bereits gezahlten Zölle und EUST stellen.
Die bemängelte Ware muss natürlich komplett und bis auf ein paar Prüfmuster unberührt sein. Aufgerissene Verpackungen sehen die Zöllner nämlich gar nicht gern. Der Rücktransport darf auch erst dann erfolgen, wenn der Zoll seine Stempel auf alle Papiere gedrückt hat.
Beachten Sie: Sofern im Liefervertrag kein Reklamationsfall berücksichtigt ist, müssen Sie mit Ihrem Zulieferer auch noch klären, wer die Frachtkosten übernimmt, wann die Ersatzlieferung erfolgt, ob Regresskosten anfallen u. a.
Größter Knackpunkt dürften dabei die Frachtkosten sein. Meist müssen Sie die übernehmen – und sei es auch nur vorübergehend
Unser PRAXIS-TIPP: Heben Sie sich immer die Kopien der Zollerklärungen auf. Sie verkürzen das Procedere erheblich.
Quelle: Globaler Einkauf aktuell
Weitere Tipps, wie Sie als Einkäufer auf internationalen Märkten die besten Konditionen für sich herausholen... |
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