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Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute
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Preise auf Achterbahnfahrt
Liebe Leserin, lieber Leser,
drum prüfe, wer sich lange bindet, ob sich nicht doch was günstigeres findet. Dieses leicht abgewandelte Sprichwort zeigt das Dilemma, in dem sich Einkäufer in diesen turbulenten Zeiten befinden. Auf der einen Seite wollen Lieferanten stabile Preise mit möglichst konstanten Abnahmengen. Auf der anderen Seite sind die Preise in vielen Bereichen so stark in Bewegung, dass es für Einkäufer oft nicht ratsam ist, sich langfristig festzulegen.
Das gilt momentan besonders in der krisengeschüttelten Transportbranche: Die Preise für vergleichbare Produkte im Bereich Luft- und Seefrachten differieren je nach Verhandlungsergebnis um bis zu 100 %, im Bereich nationaler und internationaler Straßengüterverkehr gibt es Preisunterschiede von bis zu 50 %. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Auswertung "Einkauf von Frachten", die der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) erstellt hat.
Bei Frachten handele es sich um einen volatilen Markt, Preise seien bereits nach drei Monaten überholt, so die BME-Auswertung. Beim Einkauf gilt nicht unbedingt das Prinzip "Viel hilft viel": So mancher Mittelständler verhandelt besser als ein Großunternehmen und sichert sich günstigere Frachtraten als Großabnehmer. Der BME rät Einkäufern: Insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise sollten Einkaufsentscheider verstärkt betriebsinterne Prozesse analysieren, um zu ergründen, weshalb das eigene Unternehmen höhere Frachtkosten als die Konkurrenz trägt.
Tipps, wie Sie jetzt günstige Konditionen aushandeln, verrät Ihnen Jens Holtmann, Chefredakteur des Informationsdienstes Einkaufsmanager heute im ersten Beitrag.
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Beste Grüße aus dem Rheinland sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
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Handeln Sie jetzt Nachlässe für Ihre Schiffstransporte aus
Dazu waren die Zeiten noch nie so günstig wie heute. Denn gewaltige Überkapazitäten bei Frachtschiffen senken weltweit die Transportpreise.
In der Hoffnung auf das große Chinageschäft hatten die meisten Werften und Reedereien noch bis weit in das Jahr 2008 hinein auf Teufel komm raus produziert. Mit der beginnenden Weltwirtschaftkrise fanden sie für ihre Schiffe aber keine Abnehmer mehr. Dennoch wird derzeit an weiteren 800 Frachtern der Capesize-Klasse gebaut. Mit ihrer Fertigstellung verdoppeln sich die gegenwärtigen Frachtkapazitäten noch einmal um beinahe 100 %!
Praxis-Tipp: Handeln Sie bei Reedern und Transportdienstleistern satte Nachlässe aus. So werden z.B. für Panamax-Schiffe statt üblicher 24.000 $/Tag in der Regel nur 21.000 $/Tag oder weniger verlangt.
Quelle: Globaler Einkauf aktuell
Weitere Tipps für Ihren internationalen Einkauf:
Warenmuster zollfrei einführen: Unter bestimmten Voraussetzungen müssen Sie für Proben Ihres Lieferanten keinen Cent bezahlen
E-Sourcing: 5 Kardinalfehler des E-Sourcings
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Die Abnahmepflichten bei Rahmenverträgen verhandeln
In Zeiten eines Marktumschwungs rächen sich Sorglosigkeit und Nachlässigkeit beim Rahmenvertrags-Management besonders. Mengenzusagen in der Rezession zurückzunehmen, ist kein leichtes Unterfangen. Vielen Lieferanten brechen die Verkaufsumsätze weg; sie wollen verständlicherweise die vertraglich fixierten Herstell- und Lieferpflichten erfüllen.
Große Bedarfsmengen sind gegenüber Lieferanten ein gern und häufig genutzter "Köder" für niedrigere Preise. Abrufmengen sind auch deshalb so beliebt, weil trotz längerer Fertigungs- und Lieferzeiten die Materialversorgung des Unternehmens gesichert ist.
Beachten Sie: Die Bezeichnung eines Kauf- oder Werkvertrages als Rahmenvertrag entbindet den Einkauf nicht automatisch von seiner Abnahmepflicht. Die weit verbreitete Ansicht, dass die Abnahmepflicht erst durch genau definierte Einzelabrufe begründet wird, ist fast immer falsch. Das Oberlandesgericht Köln stellt in einem Urteil aus dem Jahr 1994 (Az.: 19 U 145/93) klar, dass eine verbindliche Liefervereinbarung vorliegt, wenn in einem Rahmenvertrag eine detaillierte Aufstellung von Kaufteilen erfolgt und klar ist, dass der Käufer eine bestimmte Mindestanzahl davon in einem bestimmten Zeitraum abnimmt.
Klare Lieferpläne (Forecast) schützen
Es ist klug, dem Lieferanten immer nur die Mengen zu garantieren, die auch tatsächlich problemlos abgenommen werden können. Misstrauen Sie allen Zahlen aus dem Verkauf solange, bis Sie den Vertrag von Ihrem Kunden gesehen haben. Wenn Ihr Kunde sich nicht festlegt, ist es ein Glücksspiel, wenn Sie auf der anderen Seite dem Lieferanten eine feste Menge garantieren. Wie immer ist hierbei auch der Verkauf Ihrer Firma gefragt.
Praxis-Tipp: Vereinbaren Sie kunden- und lieferantenseitig klare Lieferpläne (Forecast). Der Lieferplan ist Bestandteil des Rahmenvertrages.
Musterklausel-Auszug:
"Sie erhalten von unserer Fertigungsplanung aktuelle Lieferplanabrufe (Mengen, Liefertermine). Die dort aufgeführten Einteilungen sind für die kommenden 10 Wochen ab Datum des Lieferplanabrufes verbindlich. Die für diesen Zeitraum disponierten Mengen werden von uns abgenommen. Einteilungen in Lieferplanabrufen, die über den 10-wöchigen Zeitraum nach Abrufdatum hinausgehen, dienen lediglich der Kapazitätsplanung und Vormaterialdisposition beim Lieferanten."
Es wird deutlich, dass die Spielregeln für die Abnahmepflichten und die damit verbundenen Kosten eindeutig geregelt werden müssen. Einem Lieferanten einen kompletten Jahresbedarf zu garantieren, ist bei großen Summen sehr riskant und keinesfalls mehr zeitgemäß.
Beachten Sie: Auch die Vertragslaufzeit und die Kündigungsmodalitäten dürfen in einem schriftlichen Rahmenvertrag nie fehlen.
Quelle: Einkaufsmanager
Weitere Tipps, wie Sie als Einkäufer geschickt die besten Konditionen für Ihr Unternehmen herausholen...
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Achten Sie auf die 4 Stolpersteine des China-Sourcing!
1. Stolperstein: Verständigung
Englisch ist natürlich auch in China die wichtigste Handelssprache. Doch was fürs Grobe taugt, ist fürs Kleingedruckte oft nicht gut genug. Um beglaubigte Fachübersetzer kommen Sie selten herum.
2. Stolperstein: Kostenkalkulation
Der günstige Einkaufspreis allein macht es nicht. In jede seriöse Kostenkalkulation gehören deshalb unbedingt alle Ladungs- und Frachtkosten, Gebühren, Zollsätze und Steuern. Eine Schiffsversendung (Shanghai/Stuttgart) kostet u.a:
- 1.800 € Frachtrate (20-Zoll-Container)
- 230 € Versicherung (Warenwert 20.000 €, All risks)
- 184 € Terminal Handling Charges (THC)
- 25 € International Ship Security Certificate (ISSC)
- 65 € Hafendokumente
- 1.600 € Speditionskosten (Hamburg/Stuttgart, inklusive Container-Rücktransport)
3. Stolperstein: Vorauszahlung
Selbst ein Dokumentenakkreditiv, auch "Cash against documents" (L/C) genannt, wonach Zahlungen erst nach Vorlage entsprechender Transportdokumente erfolgen, schützt Sie nicht vor Betrug.
4. Stolperstein: China-Scam
Einkäufer werden mit lukrativen Scheinangeboten geködert. Typisch sind:
- Kontakt nur per E-Mail (keine Telefonnummern, keine vertrauenswürdigen Referenzen).
- Große Mengen zu verdächtig günstigen Preisen.
- Aufforderung, sofort nach China zu kommen, um dort Verträge zu unterzeichnen.
- Vorauszahlungen.
Praxis-Tipp: Zum China-Scam (scam = Betrug) hat das US-amerikanischen Handelsministerium eine ganze Webseite ins Netz gestellt: www.buyusa.gov/westvirginia/chinascam.html
Quelle: Globaler Einkauf aktuell
Weitere Tipps zum Einkauf in Fernost:
Einkauf von Konsumgütern auf internationalen Märkten: Einfuhr von Textilwaren und Bekleidung aus China erleichtert
Einkauf in China: Große Chancen trotz vielfältiger Risiken |
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