EKALOG - Ihr Wissensportal für Einkauf, Logistik und Fuhrpark
EKALOG - SHOP - Ihr Wissensportal für Einkauf, Logistik und Fuhrpark
GRATIS-NEWSLETTER
  Kennen Sie schon unsere
kostenlosen E-Mail-Newsletter?


EINKAUF-HEUTE
Aktuelle Praxis-Tipps zum nationalen und globalen Einkauf


Anzeige

Wie Sie 2009 Ihre Einkaufskosten um bis zu 15 % senken

Verlangt Ihre Geschäftsleitung wieder einmal Unmögliches von Ihnen? Haben Sie schon sämtliche Beschaffungsmöglichkeiten in Deutschland ausprobiert? Geht einfach nichts mehr?

Dann bleibt Ihnen nur eins – verschenken Sie jetzt kein Geld mehr, und gehen Sie im Ausland einkaufen!
Erfahren Sie jetzt auf einen Blick, wo Sie am günstigsten und zuverlässigsten einkaufen und wie Sie den für Sie besten Lieferanten finden.




Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute

Preise auf Achterbahnfahrt

Liebe Leserin, lieber Leser,

drum prüfe, wer sich lange bindet, ob sich nicht doch was günstigeres findet. Dieses leicht abgewandelte Sprichwort zeigt das Dilemma, in dem sich Einkäufer in diesen turbulenten Zeiten befinden. Auf der einen Seite wollen Lieferanten stabile Preise mit möglichst konstanten Abnahmengen. Auf der anderen Seite sind die Preise in vielen Bereichen so stark in Bewegung, dass es für Einkäufer oft nicht ratsam ist, sich langfristig festzulegen.

Das gilt momentan besonders in der krisengeschüttelten Transportbranche: Die Preise für vergleichbare Produkte im Bereich Luft- und Seefrachten differieren je nach Verhandlungsergebnis um bis zu 100 %, im Bereich nationaler und internationaler Straßengüterverkehr gibt es Preisunterschiede von bis zu 50 %. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Auswertung "Einkauf von Frachten", die der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) erstellt hat.

Bei Frachten handele es sich um einen volatilen Markt, Preise seien bereits nach drei Monaten überholt, so die BME-Auswertung. Beim Einkauf gilt nicht unbedingt das Prinzip "Viel hilft viel": So mancher Mittelständler verhandelt besser als ein Großunternehmen und sichert sich günstigere Frachtraten als Großabnehmer. Der BME rät Einkäufern: Insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise sollten Einkaufsentscheider verstärkt betriebsinterne Prozesse analysieren, um zu ergründen, weshalb das eigene Unternehmen höhere Frachtkosten als die Konkurrenz trägt.

Tipps, wie Sie jetzt günstige Konditionen aushandeln, verrät Ihnen Jens Holtmann, Chefredakteur des Informationsdienstes Einkaufsmanager heute im ersten Beitrag.



Beste Grüße aus dem Rheinland sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"


Handeln Sie jetzt Nachlässe für Ihre Schiffstransporte aus

Dazu waren die Zeiten noch nie so günstig wie heute. Denn gewaltige Überkapazitäten bei Frachtschiffen senken weltweit die Transportpreise.
In der Hoffnung auf das große Chinageschäft hatten die meisten Werften und Reedereien noch bis weit in das Jahr 2008 hinein auf Teufel komm raus produziert. Mit der beginnenden Weltwirtschaftkrise fanden sie für ihre Schiffe aber keine Abnehmer mehr. Dennoch wird derzeit an weiteren 800 Frachtern der Capesize-Klasse gebaut. Mit ihrer Fertigstellung verdoppeln sich die gegenwärtigen Frachtkapazitäten noch einmal um beinahe 100 %!

Praxis-Tipp: Handeln Sie bei Reedern und Transportdienstleistern satte Nachlässe aus. So werden z.B. für Panamax-Schiffe statt üblicher 24.000 $/Tag in der Regel nur 21.000 $/Tag oder weniger verlangt.

Quelle: Globaler Einkauf aktuell

Weitere Tipps für Ihren internationalen Einkauf:
Warenmuster zollfrei einführen: Unter bestimmten Voraussetzungen müssen Sie für Proben Ihres Lieferanten keinen Cent bezahlen
E-Sourcing: 5 Kardinalfehler des E-Sourcings






Anzeige






Die Abnahmepflichten bei Rahmenverträgen verhandeln

In Zeiten eines Marktumschwungs rächen sich Sorglosigkeit und Nachlässigkeit beim Rahmenvertrags-Management besonders. Mengenzusagen in der Rezession zurückzunehmen, ist kein leichtes Unterfangen. Vielen Lieferanten brechen die Verkaufsumsätze weg; sie wollen verständlicherweise die vertraglich fixierten Herstell- und Lieferpflichten erfüllen.

Große Bedarfsmengen sind gegenüber Lieferanten ein gern und häufig genutzter "Köder" für niedrigere Preise. Abrufmengen sind auch deshalb so beliebt, weil trotz längerer Fertigungs- und Lieferzeiten die Materialversorgung des Unternehmens gesichert ist.

Beachten Sie: Die Bezeichnung eines Kauf- oder Werkvertrages als Rahmenvertrag entbindet den Einkauf nicht automatisch von seiner Abnahmepflicht. Die weit verbreitete Ansicht, dass die Abnahmepflicht erst durch genau definierte Einzelabrufe begründet wird, ist fast immer falsch. Das Oberlandesgericht Köln stellt in einem Urteil aus dem Jahr 1994 (Az.: 19 U 145/93) klar, dass eine verbindliche Liefervereinbarung vorliegt, wenn in einem Rahmenvertrag eine detaillierte Aufstellung von Kaufteilen erfolgt und klar ist, dass der Käufer eine bestimmte Mindestanzahl davon in einem bestimmten Zeitraum abnimmt.

Klare Lieferpläne (Forecast) schützen
Es ist klug, dem Lieferanten immer nur die Mengen zu garantieren, die auch tatsächlich problemlos abgenommen werden können. Misstrauen Sie allen Zahlen aus dem Verkauf solange, bis Sie den Vertrag von Ihrem Kunden gesehen haben. Wenn Ihr Kunde sich nicht festlegt, ist es ein Glücksspiel, wenn Sie auf der anderen Seite dem Lieferanten eine feste Menge garantieren. Wie immer ist hierbei auch der Verkauf Ihrer Firma gefragt.

Praxis-Tipp: Vereinbaren Sie kunden- und lieferantenseitig klare Lieferpläne (Forecast). Der Lieferplan ist Bestandteil des Rahmenvertrages.

Musterklausel-Auszug:
"Sie erhalten von unserer Fertigungsplanung aktuelle Lieferplanabrufe (Mengen, Liefertermine). Die dort aufgeführten Einteilungen sind für die kommenden 10 Wochen ab Datum des Lieferplanabrufes verbindlich. Die für diesen Zeitraum disponierten Mengen werden von uns abgenommen. Einteilungen in Lieferplanabrufen, die über den 10-wöchigen Zeitraum nach Abrufdatum hinausgehen, dienen lediglich der Kapazitätsplanung und Vormaterialdisposition beim Lieferanten."

Es wird deutlich, dass die Spielregeln für die Abnahmepflichten und die damit verbundenen Kosten eindeutig geregelt werden müssen. Einem Lieferanten einen kompletten Jahresbedarf zu garantieren, ist bei großen Summen sehr riskant und keinesfalls mehr zeitgemäß.

Beachten Sie: Auch die Vertragslaufzeit und die Kündigungsmodalitäten dürfen in einem schriftlichen Rahmenvertrag nie fehlen.

Quelle: Einkaufsmanager

Weitere Tipps, wie Sie als Einkäufer geschickt die besten Konditionen für Ihr Unternehmen herausholen...





Achten Sie auf die 4 Stolpersteine des China-Sourcing!

1. Stolperstein: Verständigung
Englisch ist natürlich auch in China die wichtigste Handelssprache. Doch was fürs Grobe taugt, ist fürs Kleingedruckte oft nicht gut genug. Um beglaubigte Fachübersetzer kommen Sie selten herum.

2. Stolperstein: Kostenkalkulation
Der günstige Einkaufspreis allein macht es nicht. In jede seriöse Kostenkalkulation gehören deshalb unbedingt alle Ladungs- und Frachtkosten, Gebühren, Zollsätze und Steuern. Eine Schiffsversendung (Shanghai/Stuttgart) kostet u.a:
  • 1.800 € Frachtrate (20-Zoll-Container)
  • 230 € Versicherung (Warenwert 20.000 €, All risks)
  • 184 € Terminal Handling Charges (THC)
  • 25 € International Ship Security Certificate (ISSC)
  • 65 € Hafendokumente
  • 1.600 € Speditionskosten (Hamburg/Stuttgart, inklusive Container-Rücktransport)
3. Stolperstein: Vorauszahlung
Selbst ein Dokumentenakkreditiv, auch "Cash against documents" (L/C) genannt, wonach Zahlungen erst nach Vorlage entsprechender Transportdokumente erfolgen, schützt Sie nicht vor Betrug.

4. Stolperstein: China-Scam

Einkäufer werden mit lukrativen Scheinangeboten geködert. Typisch sind:
  • Kontakt nur per E-Mail (keine Telefonnummern, keine vertrauenswürdigen Referenzen).
  • Große Mengen zu verdächtig günstigen Preisen.
  • Aufforderung, sofort nach China zu kommen, um dort Verträge zu unterzeichnen.
  • Vorauszahlungen.

Praxis-Tipp: Zum China-Scam (scam = Betrug) hat das US-amerikanischen Handelsministerium eine ganze Webseite ins Netz gestellt: www.buyusa.gov/westvirginia/chinascam.html

Quelle: Globaler Einkauf aktuell

Weitere Tipps zum Einkauf in Fernost:
Einkauf von Konsumgütern auf internationalen Märkten: Einfuhr von Textilwaren und Bekleidung aus China erleichtert
Einkauf in China: Große Chancen trotz vielfältiger Risiken


Kontakt:
Haben Sie Fragen? Schreiben Sie uns eine E-Mail.
Fragen an die Redaktion: Bettina.steffen@ekalog.de
Technische Probleme: webmaster@vnr.de
Produktinformationen: info@vnr.de

Haftungsausschluss und Vervielfältigung
Sämtliche Beiträge und Inhalte sind journalistisch recherchiert. Dennoch wird eine Haftung ausgeschlossen. Weiterhin ist der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden. Diese Erklärung gilt für alle in diesem Newsletter angebrachten Links, die nicht auf Webseiten des Verlags zeigen. Vervielfältigungen jeder Art, als auch die Aufnahme in andere Online-Dienste und Internet-Angebote oder die Vervielfältigung auf Datenträger, dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung und Genehmigung der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG erfolgen.

Sicherheitsgarantien
Wir wissen das Vertrauen, das unsere Leser/-innen in uns setzen, zu schätzen. Deshalb behandeln wir alle Daten, die Sie uns anvertrauen, mit äußerster Sorgfalt. Mehr dazu lesen Sie in unseren Sicherheitsgarantien, indem Sie den nachfolgenden Link anklicken: Sicherheitsgarantien

Impressum
Dieser Newsletter ist ein kostenloser Service von Ekalog,
ein Verlagsbereich des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG
Redaktion: Bettina Steffen
Theodor-Heuss-Str. 2-4
D-53177 Bonn
Tel.: 02 28 - 9 55 05 55
F ax: 02 28 - 36 82 923
E-Mail: Bettina.steffen@ekalog.de

USt.-ID: DE 812639372 | Amtsgericht Bonn, HRB 8165 | Vorstand: Helmut Graf

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Norman Rentrop

© 2009 Fachverlag für Einkauf, Logistik und Beschaffung. Alle Rechte vorbehalten.