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EINKAUF-HEUTE
Aktuelle Praxis-Tipps zum nationalen und globalen Einkauf


Lesen Sie am Mittwoch, den 9. September 2009, in Einkauf heute

Einkaufsmanager-Index steuert auf Wachstumskurs

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor wenigen Tagen präsentierte der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) den aktuellen Einkaufsmanager-Index. Die Signale sind erfreulich: Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), notierte im Berichtsmonat August auf einem 12-Monats-Hoch. Er konnte sich um 3.5 Punkte von 45.7 auf 49.2 steigern und lag nur noch knapp unter der Wachstumsmarke von 50. Zuletzt hatte der Index im Juli 2008 die 50-Punkte-Marke überschritten. Besonders positiv entwickelten sich die Global Player und die KMU: Diese verzeichneten branchenübergreifend das höchste Auftragsplus seit März 2008. Mehr Aufträge, mehr Neukunden, bessere Kundenbindung  - so das Fazit des BME zu den aktuellen Zahlen.
 
Weiterhin goldene Zeiten bieten sich Einkäufern beim Einkauf von Vormaterialien: Die Einkaufspreise sanken erneut, viele Firmen konnten Preisnachlässe bei Lieferanten erzielen.

Es gibt also Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft sich langsam erholt - doch vom "endgültigen Ende der Rezession" zu sprechen, wäre sicher verfrüht, dennoch gibt der aktuelle Index Anlass zur Hoffnung.


Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"


Achtung: Bei Sondermetallen drohen Lieferengpässe!

Ende August hat Chinas Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) eine Gesetzesvorlage verabschiedet, die den Export von Sondermetallen bzw. Seltenerdmetallen auf jährlich 35.000 t beschränkt (mit 95 % ist China Hauptproduzent dieser Metalle). Hightech-Produkte sind ohne Seltenerdmetalle aber nicht herstellbar. Allein in Mobiltelefonen stecken bis zu 30 dieser Sondermetalle, wie Palladium, Indium, Tantal oder Germanium. Japan und die USA haben bereits gegen Chinas Pläne protestiert. Aus der Pekinger US-Botschaft war in der vergangenen Woche zu hören, dass man sich auf einen schwerwiegenden Handelsstreit einstelle. Letzte Hoffnung bleibt die WTO, die Pekings Führung zu einem Umschwenken veranlassen soll.

Praxis-Tipp der Redaktion von Globaler Einkauf aktuell: Als alternative Bezugsquellen für Sondermetalle bieten sich Kasachstan, Namibia und Vietnam an.

Quelle: Globaler Einkauf aktuell

Ein weiterer Praxisbeitrag zum erfolgreichen Einkauf auf internationalen Märkten:
Nutzen Sie Währungsschwankungen für Ihren Einkauf




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Sichern Sie Ihren Einkauf mit Swap-Geschäften

So genannte Swaps gehören zu den erfolgreichsten Finanzinnovationen der letzten Jahre (Engl.: Swap = Tausch, eintauschen). Sie sind eine besondere Form des Devisentauschgeschäfts und schützen Sie vor Verlusten, z.B. durch Kursschwankungen bei Auslandseinkäufen. Im Prinzip besteht ein Swap-Geschäft aus 2 Vorgängen:

   1. Kassageschäft: Ein Partner (z.B. Ihre Hausbank) stellt einem anderen Partner (z.B. Ihnen als Einkäufer) Devisen zur Verfügung.
   2. Termingeschäft: Gleichzeitig vereinbaren Sie mit der Bank den Rückkauf zu einem festen Termin und zu einem festen Kurs.

Der Swap-Satz ist die Differenz zwischen dem Termin- und Kassakurs einer Währung. Währungen mit positiver Differenz (Terminkurs minus Kassakurs) weisen einen Report, solche mit negativer Differenz einen Deport auf.

Weitere Einkaufs-Tipps vom Profi für Profi lesen Sie im Fachinformationsdienst Einkaufsmanager.




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Risikomanagement: Wie Sie Verluste beim globalen Einkauf vermeiden

Die Risiken beim Einkauf auf internationalen Märkten sind unbestritten hoch. Doch Sie können sich schützen – indem Sie frühzeitig dafür sorgen, dass Sie wirtschaftliche und politische Gefahren in den Lieferantenländern rechtzeitig erkennen, die Eintrittswahrscheinlichkeit analysieren und die richtigen Gegenmaßnahmen treffen. Ein vorausschauendes Risikomanagement bewahrt Sie vor Verlusten.

2 Risikomanagement-Typen

Beim passiven Risikomanagement wird die Risikovermeidung in den Vordergrund gestellt. So werden bei dieser Variante niemals Fremdwährungs-, sondern immer nur Euro- Geschäfte abgeschlossen. Das aktive Risikomanagement versucht, Risiken zu gestalten, z. B. durch Risikoumverteilung (Lieferantengarantien), Risikoverminderung (Lieferantenstreuung) oder Risikokompensation (Hedging).

Beachten Sie: Risiko ist nicht gleich Risiko. Ein Kurs- oder Preisrisiko kann auch eine Gewinnchance für Ihr Unternehmen bedeuten! Prüfen Sie deshalb, ob ein zu scharfes Risikomanagement nicht Ihre Gewinnmöglichkeiten beeinträchtigt.

Mehr Praxistipps, wie Sie mit gezieltem Risikomanagement Verluste beim globalen Einkauf vermeiden, lesen Sie im weiteren Beitrag ...




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