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Lesen Sie am 23. September in Einkauf heute:
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Schlechte Zeiten für Unternehmen, gute Zeiten für Betrüger
Liebe Leserin, lieber Leser,
in wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben Gauner Hochkonjunktur. Sie wissen ganz genau, dass in vielen Bereichen ein enormer Druck auf Unternehmen und deren Mitarbeitern lastet und nutzen diese Tatsache geschickt für ihre Machenschaften aus.
In den vergangenen Monaten hat der so genannte 'Chinese Scam' für große Unsicherheit in den Einkaufsabteilungen gesorgt. Die Masche der Betrüger sieht so aus: Sie machen Einkäufern in fernen Ländern - beispielsweise in Deutschland - scheinbar unschlagbare Angebote. Die Angebote werden meist per Mail unterbreitet, die Einkäufer darum gebeten, die Gesamtsumme oder einen Teil davor vorab zu entrichten. Und da das Angebot gar so verlockend war, hat so mancher die sonst üblichen Vorsichtsmaßnahmen außer Acht gelassen. Mit fatalen Folgen: Denn am Ende standen die Betrogenen zwar um eine Erfahrung reicher, aber um etliche Dollar ärmer da. Wo Sie weitere Informationen zu dieser Masche finden, erfahren Sie heute im dritten Beitrag.
Doch dies ist nur eine Gefahrenquelle: Betrug ist ein internationales 'Geschäft', Ganoven in aller Welt versuchen mit überaus raffinierten Maschen, Einkäufern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Abwehr-Tipps gibt Ihnen Jens Holtmann, Chefredakteur des Informationsdienstes Globaler Einkauf aktuell heute im ersten Beitrag.
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Beste Grüße aus dem Rheinland sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
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So schützen Sie sich im internationalen Einkauf vor falschen Lieferanten
Nicht nur in Fernost lauern falsche Lieferanten auf ihre Opfer, sondern auch in der übrigen Welt. Besonders mit Billigpreisen versuchen sie, Einkäufer hereinzulegen. Nachlässe von 70 % und mehr riechen förmlich nach Betrug. Die besten Schutzmittel sind ein gesundes Bauchgefühl und jede Menge Informationen!
- Machen Sie sich über Ihren zukünftigen Lieferanten im Internet schlau. Wie ist der Web-Auftritt (Kontaktdaten, genaue Adressen usw.)?
- Prüfen Sie die ordnungsgemäße Registrierung der Firma bei den Gewerbeämtern. In Europa sind die UST-ID zentral registriert. Im Zweifelsfall schreiben Sie die zuständigen Lokalbehörden direkt an. Die meisten Auskünfte sind zwar kostenpflichtig, Aufwand und Mühe lohnen sich aber.
- Fragen Sie bei großen Speditionen oder Frachtbüros nach, ob Ihr Zulieferkandidat in der Branche bekannt ist und welchen Ruf er genießt. Oft können auch die Außenstellen der DIHK weiterhelfen.
- Sehen Sie sich die Lieferformulare genau an. Wird ein Auftrag auch dort bearbeitet, wo Sie bestellt haben bspw. in Kanada bestellt, aus China verschickt und Zahlungsverkehr via Western Union geregelt, kann ein Indikator für Betrug sein.
- Achten Sie auf einen festen Ansprechpartner, den Sie problemlos zu ortsüblichen Bürozeiten erreichen. Hinter mancher Lieferantenfassade verbirgt sich nur ein Callcenter.
- Sehen Sie sich auch die Faxe und das Briefpapier an. Misstrauisch sollten Sie bei schlechten Qualitäten werden (Schreibfehler, minderwertiger Druck), aber auch bei Hochglanzpapieren (protzige Siegel, überladenes Layout).
- Wird von Ihnen verlangt, die gesamte Lieferung ohne Gegenleistungen oder Sicherheiten im Voraus zu bezahlen, sollten Sie gleich die Polizei rufen, mindestens aber die Außenstelle der DIHK im jeweiligen Lieferland informieren.
Quelle: Globaler Einkauf aktuell
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Frachten neu verhandeln
Einer BME-Studie zufolge gibt es in den Transportmärkten ein großes Kostensenkungspotenzial. Unternehmen erzielen in ihren Vertragsverhandlungen mit Frachtdienstleistern wie Reedereien und Speditionen bei Weitem keine optimalen Ergebnisse. Die Preise für vergleichbare Frachtprodukte im Bereich Luft- und Seefrachten differieren je nach Verhandlungsergebnis um bis zu 100 %. Auch im Bereich nationaler und internationaler Straßengüterverkehr existieren Preisunterschiede von bis zu 50 %.
Bemerkenswert ist außerdem, dass keineswegs derjenige den besten Preis erzielt, der das größte Frachtvolumen einkauft. So mancher Mittelständler verhandelt laut BME besser als ein Großunternehmen. Diese Ergebnisse basieren auf der aktuellen Auswertung des Benchmarks "Einkauf von Frachten". Die fortlaufende Untersuchung des BME beruht auf den Aussagen von 70 Unternehmen und 90.000 Datensätzen. Bei der Frachtbranche handelt es sich um einen volatilen Markt. Preise sind an diesem Markt nach 3 Monaten überholt.
Quelle: Einkaufsmanager
Praxistipps, wie Sie Verträge mit ungünstigen Konditionen neu aushandeln:
Bestehende Kontrakte mit schlechten Konditionen: So gestalten Sie Verträge jetzt neu
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Tipps, wie Sie sich vor dem 'Chinese Scam' schützen
Der auf China spezialisierte Recherche- und Datenbankspezialist hat auf seiner Website die 7 Warnzeichen des 'Chinese Scam' zusammengestellt. Sie erreichen diese Seite (in englischer Sprache) unter www.glo-bis.com/china.htm.
Das in Chicago, Illinois, ansässige Unternehmen bietet so genannte "Company Snapshots" chinesischer Firmen an. Der Preis dafür beträgt 50 US Dollar. |
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