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Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute:
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Luftfrachtraten im Sinkflug
Liebe Leserin, lieber Leser,
des einen Leid ist so manches Mal des anderen Vorteil. Harte Zeiten für den Verkauf, gute Gelegenheiten für den Einkauf. Die Wirtschaftskrise hat viele Branchen kräftig aufgemischt und für Preisverfall gesorgt. Beispielsweise bei den Luftfrachten: Das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet in einer aktuellen Mitteilung, dass die Preise für von deutschen Flughäfen abgehende Luftfrachttransporte im zweiten Quartal 2009 durchschnittlich um 37,9 % niedriger lagen als im zweiten Quartal 2008. Gegenüber dem ersten Quartal 2009 waren Preisrückgänge um durchschnittlich 10,1 % zu verzeichnen. Dies zeigt der Destatis-Preisindex für Luftfracht. Für Unternehmen bieten sich hier erhebliche
Einsparpotenziale!
Auch wenn es zarte Wachstumssignale gibt und die Einkaufsmanager-Indices Grund zur Hoffnung geben, kann niemand mit Sicherheit sagen, wann genau die Krise endet. Es gilt jedoch, bereits jetzt die Gelegenheit zu ergreifen, die Weichen für den Aufschwung zu stellen und Dinge in Angriff zu nehmen, die sonst oft vernachlässigt werden. In unserem ersten Beitrag erfahren Sie, wie Sie jetzt Ihre Produktkosten optimieren - und dafür beste Voraussetzungen für eine starke Position am Markt schaffen.
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Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
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Produktkosten jetzt optimieren!
Die Krise ist da, und wir wissen nicht, wie lange sie noch dauern wird. Auf Basis dieser einfachen Erkenntnis empfiehlt es sich, diese Zeit der Ungewissheit aktiv zur Produktkostenoptimierung zu nutzen. Die notwendigen freien Mitarbeiter-Kapazitäten sind aufgrund der mageren Auftragslage häufig vorhanden; und die Mitarbeiter sind auch bereit, den Wechsel mitzugehen und sich neuen Ideen und Ansätzen zu öffnen.
Denn wenn der Markt wieder anzieht (und das wird er irgendwann), geht in der Regel der Kundenauftrag vor; und die Chance zu einer Überarbeitung des Produkts oder der Anlage ist vertan. Somit muss das Motto lauten: Wenn nicht jetzt, wann dann? Frank Sundermann, Principal bei der Dr. Wüpping Consulting GmbH, fasst die Situation folgendermaßen zusammen: Die aktuellen Beratungsprojekte zeigen uns, dass einige Unternehmen diese Chance, die in der Krise liegt, für sich erkannt haben. Die Mitarbeiter aus Vertrieb, Konstruktion, Einkauf, Montage etc. ziehen mit, und Einspareffekte von 15 % bis zu 30 % zeigen, dass man zu wirklichen Veränderungen bereit ist. Insgesamt verweist er auf 5 Punkte, die zum Erfolg eines Produktkosten-Optimierungsprojekts wesentlich beitragen:
1. Produktprogramm straffen
Über die Jahre sind bei vielen Unternehmen unterschiedliche Varianten von Produkten entstanden. Häufig werden am Markt verschiedene Lösungen angeboten, die sich hinsichtlich ihrer Funktionserfüllung stark überlappen. Alte Produktgenerationen leben weiter, obwohl es inzwischen neue, leistungsfähigere Geräte gibt. Als interne Argumentation für dieses "Sammler-Prinzip" muss häufig der Kunde herhalten, der das angeblich so will. Nicht selten kennt dieser aber gar nicht die Alternativen. Jedem Unternehmen ist im ersten Schritt zu empfehlen, das existente Produktprogramm zu straffen. Das sollte zusammen mit dem Vertrieb und der Technik auf Basis von belastbaren Clusteranalysen durchgeführt und in einem Lastenheft fixiert werden.
2. Produktplattform und Modularisierung
Die zu überarbeitende Produktgruppe ist zu überprüfen hinsichtlich ihres Aufwandes zur Abwicklung eines Auftrages in der Konstruktion. Zeigt sich hier, dass der Engineering-Aufwand bei vielen Aufträgen einen wesentlichen Anteil hat, so ist der Plattform- und Modularisierungsgedanke in dieser Produktgruppe noch schwach ausgeprägt. Der Geschäftsführer eines großen Maschinen- und Anlagenbauunternehmens hat seinen Mitarbeitern bei Neuentwicklungen die Vorgabe gemacht, dass der Anteil der aus Modulen konfigurierbaren Aufträge 90 % betragen muss; und der für den Auftrag individuell zu konstruierende Aufwand nur noch 10 % ausmacht.
Dieses Ziel ist sicherlich ambitioniert, doch die Reduzierung der Auftragsabwicklungsstunden um mehr als 50 % durch Plattformkonzepte in konkreten Projekten machen klar, welchen Effekt diese Marschrichtung auf die Kosten hat. Stichwörter hierzu sind Assemble-to-Order vs. Engineer-to-Order, flache Produktstrukturen, Isolierung von Variantentreibern.
Häufig haben Plattformkonzepte auch eher zu Kostensteigerungen denn zu Kostensenkungen geführt, da die Eier legende Wollmilchsau konstruiert wurde. Hier sollte zukünftig darauf geachtet werden, dass im Sinne einer Just enough-Maschine die Basisversion im Kostenrahmen bleibt und über Optionen aufgerüstet werden kann.
Drei weitere wichtige Faktoren, die beim Optimieren der Produktkosten eine wichtige Rolle spielen, lesen Sie im weiteren Beitrag.
Hier weiterlesen ....
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Kennen Sie sich mit den INCOTERMS aus?
Seit über 70 Jahren gibt die Internationale Handelskammer (ICC) ihre INCOTERMS (International Commercial Terms) heraus. Immer wieder überarbeitet, brachten Experten und Außenhandelspraktiker die INCOTERMS im Jahr 2000 auf den neuesten Stand. Das Regelwerk dient im Wesentlichen dazu, für Einkäufer und Lieferanten, insbesondere bei grenzüberschreitenden Geschäften, die Rechts- und Vertragssicherheit zu erhöhen:
- Gruppe E: Abholklausel (EXW: ab Werk).
- Gruppe F: Haupttransport vom Verkäufer nicht bezahlt (FCA: frei Frachtführer; FAS: frei Längsseite Seeschiff; FOB: frei an Bord).
- Gruppe C: Haupttransport vom Verkäufer bezahlt (CFR: Kosten und Fracht; CIF: Kosten, Versicherung und Fracht; CPT: frachtfrei; CIP: frachtfrei, versichert).
- Gruppe D: Ankunftsklauseln (DAF: geliefert Grenze; DES: geliefert ab Schiff; DEQ: geliefert ab Kai; DDU: geliefert unverzollt; DDP: geliefert verzollt).
Beachten Sie: Obwohl von den meisten nationalen Gerichten anerkannt, haben die ICOTERMS keinen Gesetzesstatus. Sie müssen die in Frage kommenden Passagen ausdrücklich in Ihre Lieferverträge aufnehmen, um ihre Gültigkeit zu sichern.
Praxis-Tipp: Für 8 € bietet ICC-Deutschland eine Wandkarte (30 x 63 cm), auf der Sie sich schnell und bequem einen Überblick über alle Kosten- und Gefahrenübergänge verschaffen können. Mehr unter: http://www.icc-deutschland.de/index.php?id=107
Quelle: Globaler Einkauf aktuell
Zwei weitere Beiträge, die für Sie als Einkäufer auf internationalen Märkten interessant sein könnten:
Mit Ihren AGBs kommen Sie im Ausland meist nicht weit
Globaler Einkauf: Achtung - Bei Sondermetallen drohen Lieferengpässe!
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Aktuelle Studie: Zahlungsrisiken im China-Geschäft steigen
Immer mehr europäische Unternehmen unterhalten Handelsbeziehungen mit China und Indien. Doch die Freude am Geschäft mit diesen Ländern wird in diesen Tagen oft getrübt: Zahlungsverzögerungen treten vor allem in China immer häufiger auf. In 75 % der Fälle wird das Fälligkeitsdatum um mehr als 30 Tage überschritten, das stellt eine Studie des internationalen Forderungsspezialisten Coface fest. In Indien stellt sich die Lage nicht ganz so dramatisch dar. Doch auch hier warten Lieferanten häufig bis zu 30 Tage nach Fälligkeit auf ihr Geld.
Mehr Informationen zur Studie finden Sie auf den Seiten von Coface.
Tipps rund um den erfolgreichen Einkauf auf internationalen Märkten finden Sie unter www.ekalog.de.
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Aktuelle Preisentwicklungen: Erdöl und Erdgas
Erdöl: Die Gerüchteküche brodelt
In der Branche kursieren hartnäckig Gerüchte, dass China und Russland (mit 10 Mio. Barrel/Tag noch vor Saudi Arabien die Nummer 1 der Förderländer) den Dollar als Ölwährung absetzen wollen. Geheimpläne für diesen Coup lagerten bereits in den Schubladen, ist in Moskau und Peking zu hören. Bislang haben diese politischen Ränkespiele dem Ölpreis noch nichts anhaben können. Unverdrossen bewegt er sich seitwärts an der 70-$-Linie entlang. Am Freitag waren es z. B. 71,14 $/Barrel.
Erdgas: Immer an der 5-$-Linie entlang
Ganz ähnlich sieht es bei den Erdgaspreisen aus. Seit Wochen pendeln sie um die 5-$-Marke. Am Freitag notierte Erdgas (Henry Hub) bei 4,94 $/MMBtu.
Beachten Sie: Die British thermal unit (Btu) ist ein physikalischer Begriff. Die Btu kennzeichnet die Energiemenge, die benötigt wird, um Wasser (1 britisches Pfund = 453,60 g) von 63 Grad Fahrenheit auf 64 Grad Fahrenheit zu erwärmen. 1 MMBtu = 1.000.000 Btu = 293,06 kWh.
Quelle: Globaler Einkauf aktuell
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