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Tipps rund um den erfolgreichen Einkauf am 18. November 2009
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Einkauf - ein Informationsberuf
Liebe Leserin, lieber Leser,
in diesen stürmischen Zeiten ist der Einkauf mehr denn je von aktuellen Informationen abhängig. Rohstoffpreise, Frachtkonditionen - wie schnell sich hier alles ändert, haben die vergangenen Monate gezeigt. Auch bei Währungen und Edelmetallen geht es in diesen Tagen mächtig rund: Gold notierte heute bereits über 1.046 US Dollar pro Unze, Silber erreichte mehr als 18 US Dollar. Dagegen segelt die amerikanische Währung in stürmischen Gewässern, der US Dollar-Index erreichte heute weniger als 75 Zähler.
Cleveren Einkäufern, die sich auf den internationalen Märkten und in den Branchen umschauen, bieten sich gute Voraussetzungen, die ehrgeizigen Ziele der Firmenleitung zu erfüllen. Wer über verlässliche Informationen verfügt, ist hier klar im Vorteil - Jens Holtmann, Chefredakteur der Fachinformationsdienste Einkaufsmanager und Globaler Einkauf aktuell, gibt Ihnen heute viele Tipps, wo Sie aktuelle Informationen für Ihre tägliche Arbeit finden.
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Viel Erfolg wünscht Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
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So kaufen Sie Sondermetalle richtig ein
Bei der Beschaffung von Seltenen Erden können Einkäufer ganz schön ins Schwitzen kommen. Anders als bei Rohöl und Co. müssen sie sich nicht nur auf oligopolistische oder gar monopolistische Märkte einstellen, sondern auch auf viele fördertechnische und politische Unwägbarkeiten.
Die Beschaffung von Tantal in der Demokratischen Republik Kongo z. B. kommt einem Himmelfahrtskommando gleich und in Bolivien machen staatliche Preiswächter jedem Lithium-Einkäufer das Leben mehr als nur schwer.
Information ist die erste Einkäuferpflicht
Heutzutage müssen Einkäufer neben ihren Kaufmannstalenten auch gewiefte Informationsfüchse sein. Ohne detaillierte Länderkenntnisse und ein fundiertes Markt-Kow-how ist bei der Beschaffung von Sondermetallen kein Blumentopf zu gewinnen. Ganz nach dem Motto: Wer mehr weiß, verhandelt besser – und sichert die Versorgung seines Unternehmens nachhaltiger!
Mit einem kurzen Blick in die Zeitung oder ins Internet ist es nicht getan. Ihr Markt-Know-how braucht ein tägliches Update. 20 bis 30 Minuten sollten Sie sich dafür schon freihalten. Die Redaktion von Globaler Einkauf aktuell empfiehlt Ihnen folgende Internetportale:
- Rohstoffwelt. Die Seite verfügt über eine Extrarubrik Seltene Erden mit den neuesten Nachrichten der Branche. www.rohstoff-welt.de
- Rohstoffe-Go. Die Webseite glänzt mit fundierten Hintergrundberichten. www.rohstoffe-go.de
- GodmodeTrader. Ein Informationsportal mit tagesaktuellen Preis- Charts, die kaum Wünsche offenlassen. Seltene Erden werden hier als Edelmetalle geführt. www.godmode-trader.de
Stellen Sie sich ganz gezielt Ihren persönlichen Quellenmix zusammen, um an die Informationen zu kommen, die Sie für Ihre Arbeit brauchen. Mit diesem Hintergrundwissen fällt es Ihnen leichter, zwischen Fakten und bloßen Gerüchten zu unterscheiden.
Beachten Sie: Im Gegensatz zu den regulären Industriemetallen sind die meisten Sonder- oder Seltenerdmetalle keine börsennotierten Produkte. Damit sind sie einerseits zwar keine Spekulationsobjekte, andererseits gibt es aber auch bedeutend weniger global vergleichbare Preisinformationen über sie.
Die neue Dimension des Verkäufermarktes
Ganz den Marktmechanismen gehorchend, wird die absehbare Verknappung an Sondermetallen die Preise in die Höhe treiben. Für Lieferanten ein gefundenes Fressen, zusätzlich zu ihren Gunsten an der Preisschraube zu drehen. Als Einkaufsprofi verfügen Sie natürlich über das notwendige Handwerkszeug, um diese Erhöhungen in Grenzen zu halten.
Gerade auf den Rohstoffmärkten mit ihren kartellähnlichen Marktstrukturen ist es ja nicht so einfach, Preissteigerungen rundweg abzuschmettern. Neu aber wird sein, dass Sie bei Sondermetallen allein über ein Preispoker nicht sehr weit kommen. Neben der Liefermenge wird als entscheidendes Kriterium die Verfügbarkeit hinzukommen! Wenn bspw. China seine Indium-Ausfuhren einstellt, bleiben globalen Einkäufern von heute auf morgen beinah zwei Drittel der Weltmarktkapazitäten verschlossen. Ganz und gar keine guten Aussichten.
Lassen Sie andere für sich einkaufen
Bei Sonder- und Seltenerdmetalle fallen in der Regel ja nur geringe Bezugsmengen an. Mengen, die keine weiten Einkaufsreisen und aufreibenden Lieferantenverhandlungen rechtfertigen. Besser fahren Sie da, wenn Sie diese Metalle über einen Importeur beschaffen
Praxis-Tipp: Achten Sie darauf, dass der Importeur über ortsansässiges Personal verfügt. Diese Mitarbeiter kennen sich zum einen bestens mit der politischen und wirtschaftlichen Großwetterlage im Lieferland aus und zum anderen vermeiden Sie es als Westeuropäer, in einen der immer größer werdenden ethnischen und kulturellen Fettnäpfe zu treten.
Quelle: Globaler Einkauf aktuell
Empfehlung der Redaktion: Viele aktuelle Tipps und Informationen zu nationalen und internationalen Märkten finden Sie auch unter www.ekalog.de
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Einkaufsleiter aufgepasst: Nutzen Sie 2010 den Informations-Bonus
2010 wird heiß für Einkäufer. Die andere Seite - die Verkäufer - sind mit allen Wassern gewaschen...
Welche Informationen wirklich verlässlich sind und wie Sie mit Ihrem Wissen die Konkurrenz abhängen, erfahren Sie hier exklusiv von Deutschlands erfahrenstem Einkaufsprofi.
Erfahren Sie hier mehr:
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Einkaufsmanager Indices: Die Weltkonjunktur erholt sich, aber nicht überall gleich gut
Während in Asien und Brasilien die Konjunkturlokomotiven schon wieder unter Dampf stehen, werden im Westen(inklusive MOE-Staaten) gerade erst Kohlen aufgelegt.
USA: Ein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung lässt weiter auf sich warten. Zwar wird wieder mehr investiert, Arbeitsmarkt und Bankensektor bleiben aber die Sorgenkinder.
EU: Bei weiter schwachen Arbeitsmärkten sieht es in Deutschland und Frankreich noch am besten aus. Dagegen stecken Spanien, Ungarn, Bulgarien und Rumänien weiter knietief in der Rezession.
Japan: Nach wie vor schätzt die Mehrheit der japanischen Unternehmer die Wirtschaftslage pessimistisch ein. Diese Mehrheit schrumpft allerdings, von 48 % auf 33 % im Oktober.
China: Mit den Exporten geht es aufwärts. Waren es im 3. Quartal noch 15 % unter Vorjahresniveau, steht jetzt eine Null vor dem Komma.
Quelle: Globaler Einkauf aktuell
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Bestandsreduzierung: Wie Sie "toxische" Lagerware loswerden
Widerstehen Sie unbedingt der Versuchung, einzelne Materialgruppen isoliert zu reduzieren. Das schadet so gut wie immer der Lieferfähigkeit. Vorräte drastisch und nachhaltig zu reduzieren ist nur mit einem abteilungsübergreifenden Projektteam (Einkauf, Verkauf, Logistik, Produktion …) machbar.
Praxis-Tipp: Auch Lieferanten, die zur vollkommenen Transparenz bereit sind, können dazu eingeladen werden.
Sofortmaßnahmen und Bestandscontrolling
Die firmeninterne Bestände-Taskforce muss in 5 Schritten vorgehen:
1. Genaue Analyse der Bestandsentwicklung der letzten 3 Jahre
Kategorisieren Sie in Grundproduktionsmaterialien, Halbfabrikate und Fertigprodukte. Finden Sie die Abhängigkeiten der Warengruppen untereinander heraus.
Praxis-Tipp: Beziehen Sie auch die zukünftige Marktentwicklung mit ein und damit Volatilität und Wachstum.
2. Bestellverhalten der Disponenten und Dispositionsparameter untersuchen
Viele Disponenten kochen ihr eigenes Süppchen, oft gar nicht absichtlich, aber mit teuren Auswirkungen auf die Kapitalbindung.
3. Die ersten Sofortmaßnahmen können dann eingeleitet werden:
- Lagerprogramm ausdünnen
- Lagerleichen verkaufen/vernichten/ zurückgeben
- Abrufaufträge geschickt nutzen und neu aushandeln
- Konsignationslager einrichten
- C-Teile-Management verbessern
4. Nach den immer vorhandenen versteckten Beständen fahnden
Der Klassiker sind die Geheimvorräte der Fertigung. Produktionsleiter sorgen gerne für schlechte Versorgungs-Zeiten vor.
5. Das Bestandscontrolling neu justieren
Sie müssen die neuen Erkenntnisse aus der Welt der Vorräte Ihrer Firma auf jeden Fall in Ihrem Bestandscontrolling dauerhaft verankern. Der Materialfluss lebt und verändert sich ständig. Diese (saisonalen, konjunkturellen) Verschiebungen muss Ihnen das Bestandscontrolling melden. Es gibt kaum einen Mindest- und Sicherheitsbestand, der nach dem Projekt noch den gleichen Wert wie zuvor hat.
Praxis-Tipp: Entwickeln Sie für alle Disponenten Standards und sorgen Sie dafür, dass sie auch tatsächlich eingehalten werden.
Quelle: Einkaufsmanager
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