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Warenmuster: Gehen Sie auf Nummer sicher - und zollfrei geht es auch!
Einkaufen in der Rezession: So gehen Sie und Ihr Unternehmen als Gewinner aus der Krise.
China: Wie Sie auch bei Ihrem "Stamm-Chinesen" weiterhin sorgenfrei einkaufen können.
Schwellenländer: Krallenlose Tiger - von welchen Ländern Sie besser die Finger lassen.
Chile: Warum sich für Sie ein Blick nach Mittelamerika lohnt.
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Tipps und News für Einkäufer am 13. Januar 2010

 
 

Tiger statt Teddy

Liebe Leserin, lieber Leser,

in gut vier Wochen beginnt in China das neue Jahr, das unter dem Zeichen des Tigers stehen wird. Doch ein anderes Raubtier, ein ganz bestimmter Bär, wird in diesem Jahr China den Rücken zukehren. Die Rede ist vom Steiff-Teddybären. Das Traditionsunternehmen hat bereits vor einiger Zeit beschlossen, die Produktion der Preiswert-Linie Cosy Friends aus China abzuziehen - in diesem Jahr soll dieser Schritt abschließend vollzogen werden. Als Grund werden Qualitätsprobleme sowie lange Transportwege angegeben. Doch ganz auf die Auslands-Produktion will Steiff nicht verzichten: Die beliebten Kuscheltiere werden auch in Tunesien und in Portugal hergestellt.

Das Beispiel zeigt: Ein Engagement in China ist nicht risikofrei und will wohlüberlegt sein. Günstige Einkaufskonditionen sind nicht alles - man denke an den massiven Imageschaden, den Mattel durch giftiges, in China hergestelltes Spielzeug erlitten hat. Müssen Sie China also als Einkaufsmarkt 'abhaken'? Das muss nicht sein: Es gilt jedoch, bei dem Schritt ins Reich der Mitte viele Faktoren zu beachten - und sich nicht nur von den günstigen Preisen blenden zu lassen. Lesen Sie heute in unserer Know-how-Bibliothek Tipps für den erfolgreichen Handel mit China.

Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"

 
 
 

Kommen Sie Ihren Lieferanten psychologisch

Wer nicht lächeln kann, sollte kein Geschäft aufmachen, sagt eine alte chinesische Kaufmannsregel. Das Prinzip wirkt nicht nur in Fernost: Lächeln Sie deshalb, was das Zeug hält. Sie öffnen sich damit viele (Rabatt-)Türen.

  • Sparen Sie auch nicht mit Lob. Dabei geht Ehrlichkeit vor Anzahl. Lobeshymnen glaubt sowieso kein Mensch, vor allem nicht für Selbstverständlichkeiten.
  • Gehen Sie kreativ mit Präsenten um. Die echt Schwarzwälder Kuckucksuhr ist auch in Japan nicht mehr der große Hit. Schenken Sie Ihrem Lieferanten stattdessen eine edel gerahmte Ansicht Ihrer Firma.
  • Sind Sie während einer Verhandlung in eine Sackgasse geraten, bitten Sie Ihren Partner um Hilfe. Mit diesem psychologischen Trick erhöhen Sie seine Stellung und binden ihn emotional stärker ein.
  • Und last but not least: Sagen Sie nach einem erfolgreichen Geschäftsabschluss laut und herzlich: „Thank you!"

Quelle: Globaler Einkauf aktuell

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Die „Japanische Krankheit“ droht: Die Krise ist alles andere als vorbei

von Jens Holtmann, Chefredakteur Globaler Einkauf aktuell

Im Jahr 1989 platzte in Japan die Aktien- und Immobilienblase. Bis heute hat sich der Inselstaat nicht davon erholt, obwohl die Zinsen auf null sanken und schier unvorstellbare Summen staatlicher Gelder in die Wirtschaft gepumpt wurden. Kommt Ihnen das bekannt vor? Das, was schon in Japan nicht funktioniert hat, wird heutzutage in den westlichen Industriestaaten wieder ausprobiert. Wie war das doch gleich mit dem Evolutionstempo?

Am 20. November 2009 meldete die Regierung der 127-Millionen- Einwohner-Nation offiziell den Rückfall in die Deflation. Die Preise sinken wieder auf breiter Front. Aktien bekannter Firmen wie Honda, Nikon oder Sony verloren noch am selben Tag rund 5 %. Japans Aktien notieren 20 Jahre nach dem Crash durchschnittlich 70 % unter ihrem damaligen Stand. Ende 1989 lag der Nikkei-Index bei 38.915,87 Punkten – eine Zahl wie von einem anderen Stern.

Selbst die Große Depression der 1930er Jahre war für die Börse weniger verheerend als Japans „verlorene Jahre“. Der Dow Jones konnte 25 Jahre nach dem Crash seinen Rekordstand von 1929 einstellen. Dafür müsste sich der Nikkei vom heutigen Niveau aus bis 2014 mehr als vervierfachen. Kaum vorstellbar.

Der Blick in die Zukunft

Ist die Vergangenheit Nippons die nahe Zukunft des Westens? Die Parallelen zwischen der japanischen Wirtschaftskrise 1989 und der aktuellen in den USA und Europa sind jedenfalls unübersehbar:
1. Nur durch staatliche Rettungsaktionen konnte das Finanzsystem bisher vor dem totalen Zusammenbruch bewahrt werden.
2. Es sind weltweit bisher Billionen in Konjunkturpakete und Rettungsschirme für marode Banken geflossen.
3. Die Staaten – sowieso schon verschuldet – machen noch mehr Schulden, und zwar in Dimensionen, wie sie katastrophaler nicht sein können.
4. Das Vertrauen von Anlegern und Verbrauchern gegenüber Banken und Staat hat erheblichen Schaden genommen. In der Welt online gab Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer am 21. November Folgendes zum Besten: „Nach dem Platzen der Schuldenblase 1989 hat die japanische Politik zu lange gezögert, die Bankbilanzen zu bereinigen. In den USA und Europa haben die Geldhüter entschlossen reagiert. Daher bleibt uns die Deflation höchstwahrscheinlich erspart.“

Muss ich das noch kommentieren? Ich halte auch besser meinen Mund. Das, was mir beim Lesen dieser Aussage in den Sinn kam, bliebe keinesfalls ohne Konsequenzen.

Wirtschaftliche Eiszeit
Genau das droht uns. Die Deflation haben wir in Deutschland und Europa auch schon. Natürlich versuchen die Staaten reflexartig, die Märkte zu inflationieren, aber das klappt offensichtlich nicht. Schauen Sie sich die Entwicklung der Erzeugerpreise an – sie fallen seit Monaten.

Der neue Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, rechnet mittelfristig mit einer Inflation von bis zu 5 %. Grund für den Preisanstieg in 5 bis 10 Jahren (!) sei, dass die Länder nicht rechtzeitig aus den Notfallprogrammen der Finanzkrise aussteigen und das billige Geld daher nicht rechtzeitig wieder eingezogen werde.

Beachten Sie: Wir kümmern uns ab sofort auch um die Folgen der Wirtschaftskrise für Sie ganz privat und nennen Ihnen mögliche Gegenmaßnahmen.

 
 
 

Know-how-Bibliothek: Geschäfte mit Fernost

Globale Beschaffung: Augen auf beim China-Sourcing
Einkauf in China: Vorsicht bei Verträgen
Als Einkäufer in China: Praktische Tipps für China-Reisende
Importpraxis China: Einsparpotenziale nutzen durch vorausschauendes Zollmanagement
Wie deutsche Unternehmen in China mit der Krise umgehen

 

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