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Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute
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Die Kapriolen der Weltwirtschaft
Liebe Leserin, lieber Leser,
in diesen Tagen kommt mir oft die chinesische Verwünschung: Mögest Du in interessanten Zeiten leben in den Sinn. Die Kapriolen, die die Weltwirtschaft derzeit schlägt, das Auf und Ab des Dollars und die vor wenigen Tagen geäußerten Bedenken der EU-Kommission, der Euro könne crashen, sorgen für viel Unruhe auf den Märkten.
Die Signale aus den verschiedenen Ländern, die sich in den Einkaufsmanager-Indices widerspiegeln, zeichnen zwar ein Bild, das Anlass zur Hoffnung gibt - mehr darüber lesen Sie im ersten Beitrag - doch wer behauptet, die Krise habe sich endgültig verabschiedet, ist wohl doch etwas zu optimistisch.
Jens Holtmann, Chefredakteur der Fachinformationsdienste Einkaufsmanager und Globaler Einkauf aktuell sieht in der Situation, die sich derzeit in Deutschland abzeichnet, deutliche Parallelen zur Japan-Krise 1989. Das Wirtschaftsklima in den kommenden Monaten könnte also weiter den derzeit herrschenden Außentemperaturen ähneln.
Tipps und Informationen, worauf Sie beim Einkauf in Krisenzeiten achten sollten, lesen Sie heute in unserer Know-how-Bibliothek.
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Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
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Einkaufsmanager-Indices: Die auslaufenden Konjunkturpakete sorgen für Rücksetzer
Die konjunkturelle Abwärtsspirale ist zwar durchbrochen, doch die zum Jahreswechsel ausgelaufenen Konjunkturspritzen sorgen für eine ungewohnt zähe Erholung der Weltwirtschaft. Das Plus von rund 3,5 % ist keineswegs sicher.
USA: Von einem echten Aufschwung kann noch immer keine Rede sein. Immerhin schaut die Fed jetzt optimistischer in die Zukunft.
EU: Die Erholung ist nun auch in Europa angekommen. Selbst aus den gebeutelten MOE-Staaten gibt es erste Hoffnungszeichen. Wackelkandidaten bleiben die Arbeitsmärkte.
Japan: Die Erholung setzt sich fort. Nach einem Minus des realen BIP von 5,3 % im vergangenen Jahr wird für 2010 mit einem Plus von 1,5 % gerechnet.
China/Asien: Die Krise von Dubai war ein Schlag ins Kontor. Dennoch überwiegen auch hier die positiven Nachrichten. Indiens Wirtschaft ist im 4. Quartal um 7,9 % gestiegen und für China liegen ähnliche Zahlen vor.
Weitere aktuelle Informationen zu Preisentwicklungen auf den internationalen Märkten lesen Sie auch in Globaler Einkauf aktuell
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Wirtschaft: Kommentar von Jens Holtmann zur 'Krise à la Japan'
von Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes Einkaufsmanager
Im Jahr 1989 platzte in Japan die Aktien- und Immobilienblase. Bis heute hat sich der Inselstaat nicht davon erholt, obwohl die Zinsen auf null sanken und schier unvorstellbare Summen staatlicher Gelder in die Wirtschaft gepumpt wurden. Kommt Ihnen das bekannt vor?
Das, was schon in Japan nicht funktioniert hat, wird heutzutage in den westlichen Industriestaaten wieder ausprobiert. Wie war das doch gleich mit dem Evolutionstempo? Am 20. November 2009 meldete die Regierung der 127-Millionen-Einwohner-Nation offiziell den Rückfall in die Deflation. Die Preise sinken wieder auf breiter Front. Aktien bekannter Firmen wie Honda, Nikon oder Sony verloren noch am selben Tag rund 5 %.
Japans Aktien notieren 20 Jahre nach dem Crash durchschnittlich 70 % unter ihrem damaligen Stand. Ende 1989 lag der Nikkei-Index bei 38.915,87 Punkten – eine Zahl wie von einem anderen Stern. Selbst die Große Depression der 1930er Jahre war für die Börse weniger verheerend als Japans verlorene Jahre. Der Dow Jones konnte 25 Jahre nach dem Crash seinen Rekordstand von 1929 einstellen. Dafür müsste sich der Nikkei vom heutigen Niveau aus bis 2014 mehr als vervierfachen. Kaum vorstellbar.
Der Blick in die Zukunft
Ist die Vergangenheit Nippons die nahe Zukunft des Westens? Die Parallelen zwischen der japanischen Wirtschaftskrise 1989 und der aktuellen in den USA und Europa sind jedenfalls unübersehbar:
1. Nur durch staatliche Rettungsaktionen konnte das Finanzsystem bisher vor dem totalen Zusammenbruch bewahrt werden.
2. Es sind weltweit bisher Billionen in Konjunkturpakete und Rettungsschirme für marode Banken geflossen.
3. Die Staaten – sowieso schon verschuldet – machen noch mehr Schulden, und zwar in Dimensionen, wie sie katastrophaler nicht sein können.
4. Das Vertrauen von Anlegern und Verbrauchern gegenüber Banken und Staat hat erheblichen Schaden genommen.
In der Welt online gab Commerzbank- Chefvolkswirt Jörg Krämer am 21. November Folgendes zum Besten: Nach dem Platzen der Schuldenblase 1989 hat die japanische Politik zu lange gezögert, die Bankbilanzen zu bereinigen. In den USA und Europa haben die Geldhüter entschlossen reagiert. Daher bleibt uns die Deflation höchstwahrscheinlich erspart.
Muss ich das noch kommentieren? Ich halte auch besser meinen Mund. Das, was mir beim Lesen dieser Aussage in den Sinn kam, bliebe keinesfalls ohne Konsequenzen.
Wirtschaftliche Eiszeit
Genau das droht uns. Die Deflation haben wir in Deutschland und Europa auch schon. Natürlich versuchen die Staaten reflexartig, die Märkte zu inflationieren, aber das klappt offensichtlich nicht. Die Erzeugerpreise fallen seit Monaten.
Der neue Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, rechnet mittelfristig mit einer Inflation von bis zu 5 %. Grund für den Preisanstieg in 5 bis 10 Jahren (!) sei, dass die Länder nicht rechtzeitig aus den Notfallprogrammen der Finanzkrise aussteigen und das billige Geld daher nicht rechtzeitig wieder eingezogen werde.
Quelle: Einkaufsmanager
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Verkürzte Gewährleistungsfrist: Sind 12 Monate rechtens?
Folgende Frage erreichte die Redaktion des Einkaufsmanager vor kurzem: "Ein neuer Lieferant will lediglich 12 Monate Gewährleistung einräumen. Gibt es da Gestaltungsmöglichkeiten?"
Antwort: Die gesetzliche Gewährleistungsfrist beträgt auch im B2B-Bereich laut BGB immer 24 Monate. Eine 12-monatige und damit verkürzte Gewährleistungsfrist muss stets ausdrücklich vereinbart werden. Sprechen die Vertragsparteien die Gewährleistungsfrist gar nicht an, dann gelten automatisch die 24 Monate.
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