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Lesen Sie am 01.04.2010 in Logistik aktuell:
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Nicht nur zur Osterzeit: Teurer Treibstoff belastet Speditionen
Liebe Leserin, lieber Leser,
das ist kein Aprilscherz: Das Bundesverkehrsministerium denkt über eine Novelle des 'Masterplans Güterverkehr und Logistik' nach. Höchste Zeit , dass sich hier etwas tut - denn, wie es einige Kollegen nach der Einführung des Tiefenseeschen Masterplans so treffend titelten 'der Masterplan ist kein Meisterplan'. Der damalige Verkehrsminister konnte mit diesem Maßnahmenpaket nicht überzeugen - sein Plan, den Transitverkehr durch eine Erhöhung der Kosten zu reduzieren, ist nicht wirklich aufgegangen.
Laut Medienberichten setzt die Novelle des Masterplans darauf, den Transitverkehr zu optimieren - nicht ihn mit Gewalt zu drosseln. Maßnahmen wie Mauterhöhung- oder -ausweitung sollen nicht auf der Agenda stehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden, was sich in Sachen 'Masterplan' tut und was dies für Sie in Logistik und Fuhrpark bedeutet.
Eine Entlastung von Spediteuren ist längst überfällig: Eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) zeigt, dass deutsche Speditionen mit die höchsten Steuern und Gebühren in Europa zu zahlen haben. Für die Studie befragte das IW Lkw-Besitzer in 23 europäischen Staaten zu den staatlichen Belastungen, die für ihre Nutzfahrzeuge anfallen. Besitzer eines mittelgroßen Nutzfahrzeugs in Deutschland müssen gut 8 Cent pro gefahrenen Kilometer für den Fiskus einkalkulieren - darin sind die Mautgebühren noch nicht eingerechnet. Nur die Briten müssen noch tiefer in die Tasche greifen.
Größter Kostentreiber, so das IW, sei die Mineralölsteuer. Besonders bemerkbar mache sich dies bei schweren Lkws, die mehr als 7,5 Tonnen auf die Waage bringen und dementsprechend viel Kraftstoff brauchen. Von den fast 92.000 Euro, die etwa für die großen Brummis während der durchschnittlichen sechs Jahre Nutzungsdauer an den Staat zu zahlen sind, entfielen 88.000 Euro auf Mineralölsteuern, berichtet das Kölner Institut.
Den Treibstoffverbrauch zu senken ist daher eine der wichtigsten Ausgaben im 'Kostensenkungspaket' vieler Unternehmer. Tipps dazu verraten wir Ihnen in dieser Ausgabe!
Was Siegfried W. Kerler, Chefredakteur von FuhrparkManagement aktuell, von der steigenden Kostenbelastung im Transportgewerbe hält, und zu welchen Gegenmaßnahmen er rät, lesen Sie heute im Beitrag Umweltzonen: Vernichter des Mittelstands.
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Ich wünsche Ihnen ein schönes und entspanntes Osterfest Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Logistik aktuell"
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Umweltzonen: Vernichter des Mittelstands
Kommentar von Siegfried W. Kerler, Chefredakteur von FuhrparkManagement aktuell, zur Kostenexplosion im Transportgewerbe:
"Um Ihr Unternehmen in der heutigen Zeit wirtschaftlich betreiben zu können, müssen Sie die Einsatzmittel optimal nutzen. Das bedeutet im Fahrzeugbereich, dass Sie neu gekaufte Nutzfahrzeuge in der Transportbranche mindestens 8 Jahre einsetzen müssen, um sie betriebswirtschaftlich abschreiben zu können.
Die Ursache für diesen Sachverhalt ist die enorme Abgabenlast, die der Gesetzgeber den Fahrzeugnutzern in den letzten Jahren aufgebürdet hat (z. B. die Mauterhöhung um ca. 86 % im Jahr 2009). Hinzu kommen im jährlichen Intervall kostenträchtige Verschärfungen des Gesetzgebers (z. B. Einführung des digitalen Kontrollgerätes, Verschärfung der Ladungssicherung, neue Sozialvorschriften oder die neue Berufskraftfahrer-Qualifikation). Offensichtlich ist dies der Politik auch bekannt, da sie parallel die steuerlichen Abschreibintervalle der Fahrzeuge verlängert hat.
Wenn Sie, wie offensichtlich gewünscht, jährlich die neuesten Fahrzeuge nach den neuesten Umweltstandards kaufen würden, würde der Transport so teuer werden, dass Sie dann keine reelle Chance mehr gegen die ausländischen Unternehmen hätten. Die deutschen Unternehmen haben es schon jetzt nicht leicht, gegen deren Kostenstrukturen anzukommen.
Deshalb ist es eine Illusion, über diesen Weg mehr neue Fahrzeuge an den Mann bringen zu wollen, Sie können es aus wirtschaftlichen Gründen schlicht und einfach nicht.
Den Fahrzeugherstellern, die technisch schon seit Jahrzehnten umweltfreundlichere Fahrzeuge herstellen könnten, hat die Politik bei der Produktion Jahr für Jahr immer mehr Zugeständnisse in Sachen Umweltfreundlichkeit gemacht. Das Versäumnis der Politik, die Industrie rechtzeitig zur Produktion von umweltfreundlicheren Fahrzeugen zu zwingen, wird nun auf dem Rücken des Mittelstandes abgeladen. Wie konnte die Politik nur dieses Bürokratie-Monstrum der Umweltzonen zulassen?
In allen Wahl- und Sonntagsreden der Parteien wird vom Abbau der Bürokratie geredet, in der Praxis wird aber genau das Gegenteil gemacht. Beispiel Umweltzonen: Die Kosten der Beschilderung sowie der Aufbau der Bürokratie und Kontrollen stehen in keinem Verhältnis zum Ergebnis, da selbst die Hardliner der Umweltpolitik zugegeben haben, dass der Einspareffekt der Feinstaubbelastung der Städte nur ca. 1 % beträgt.
Selbst dieser kleine Einspareffekt wird durch Umwegverkehre, die zwangsläufig entstehen, wieder zunichtegemacht. Der Trost, dass man Ausnahmegenehmigungen einholen kann, hilft nicht im Geringsten, da Sie in der Regel tagesaktuelle Aufträge bekommen und nicht schon Wochen vor der Einfahrt für jede Stadt, die derartige Umweltzonen hat, einen entsprechenden Antrag stellen können – von den Kosten der Bearbeitung und den Gebühren ganz zu schweigen.
Was könnte helfen? Wenden Sie sich massiv an Ihre zuständigen Abgeordneten, vor allem an die, die im EU-Parlament und im Bundestag sitzen, und bombardieren Sie alle mit Schreiben, wie es die Landwirte sehr erfolgreich machen. Oder kennen Sie eine Branche, die im Straßenverkehr so viele Freiheiten hat wie die Landwirtschaft (Beispiel: Befreiung von den Vorschriften der Lenk- und Ruhezeiten)?
Die Logistik-Branche wehrt sich gegen derartige unsinnige Vorschriften viel zu wenig. Wir brauchen keine mittelalterlichen Umweltschranken vor jeder Stadt, wir benötigen praktikable Lösungen, damit der Mittelstand gerade in diesen schwierigen Zeiten überleben kann!"
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Achtung: Sehr hohe Bußgelder in Spanien!
Weisen Sie bitte Ihre Fahrer, die im grenzüberschreitenden Verkehr mit Spanien unterwegs sind, darauf hin, dass die dortigen Bußgelder erhöht wurden. So kostet zum Beispiel die Manipulation am digitalen Tachografen oder Radar-Abwehrgeräte, die eine Geschwindigkeitsmessung verhindern sollen, zwischen 6.000 und 20.000 € Strafe.
Weitere aktuelle Tipps rund um Bußgelder finden Sie unter www.ekalog.de
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Link-Tipp: LKW-Parkplätze im Internet suchen und reservieren
Im Rahmen des EU-Projekts SETPOS (www.setpos.eu), das den Ausbau und die Vernetzung gesicherter Lastkraftwagen-Parkplätze in Europa fördert, ist die Internet-Plattform www.truckinform.eu entstanden.
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Hier erfahren Sie mehr über diesen praktischen Service ...
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De-Minimis-Gelder bleiben liegen
Ein Großteil der Fördergelder aus dem De-Minimis-Programm des Bundes wurde nicht abgerufen. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums wurden deutlich mehr als 100 Millionen Euro der für die Beihilfen der Transportbranche vorgesehenen Gelder nicht abgerufen. Was mit den nicht genutzten Geldern nun geschehen soll, ist noch strittig, es zeichnet sich wegen der angespannten Haushaltslage aber ab, dass sie dem allgemeinen Bundeshaushalt zufließen werden. Vollständig aufgebraucht wurde hingegen der Fördertopf von 85 Millionen Euro, der für die Aus- und Weiterbildung vorgesehen war.
Quelle: LogistikManager
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