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EINKAUF-HEUTE
Aktuelle Praxis-Tipps zum nationalen und globalen Einkauf
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Das lesen Sie am 14. April in Einkauf heute:
 
 
Herausforderungen 2010: Nachhaltigkeit und Innovation

Liebe Leserin, lieber Leser,

nur noch wenige Tage, dann öffnet die Hannover Messe ihre Tore. Auf dieser Leistungsschau deutscher und internationaler Industrieunternehmen präsentieren sich vom 19. bis 23. April rund 4.800 Aussteller aus 63 Ländern.  "Wir sind zuversichtlich, dass wir bei der Ausstellerzahl in etwa das Niveau des Boomjahres 2008 erreichen", meint Dr. Wolfram von Fritsch, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG. Es wird sich zeigen, ob er Recht behält - und diese wichtige Leitmesse die kleinen und großen Wachstumssignale aus der Wirtschaft bestätigt.

Messemotto in diesem Jahr ist 'Effizienter - Innovativer - Nachhaltiger'. Ein gutes Motto, denn die Krise hat gezeigt, wie fragil das Gebilde ist, auf dem unsere Wirtschaft beruht - und wie sorgsam wir mit Ressourcen umgehen müssen.

Auch für Sie als Einkäufer sind diese Themen von großer Bedeutung, so ist 'Green Procurement'  eine der großen Herausforderungen der kommenden Monate und Jahre. Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationdienstes EinkaufsManager, verrät Ihnen heute im ersten Teil einer neuen Serie, worauf es beim Green Procurement wirklich ankommt.


Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
 
 
 
Den Bio-Kunststoffen gehört die Zukunft

Innerhalb von 20 Jahren könnte der  Anteil von Bio-Kunststoffen auf 90 % steigen. Das jedenfalls meinen Wissenschaftler der Universität Utrecht/Holland in einer Studie, die der Verband European Bioplastics bei ihnen in Auftrag gegeben hatte. Danach wäre es bis 2030 technisch machbar, dass 90 % aller Kunststoffe nicht mehr aus fossilen, sondern aus nachwachsenden Polymeren hergestellt werden.

Ihren Optimismus schöpfen die Holländer aus den vielen Fortschritten, die bei der Produktion biobasierter Kunststoffe in den letzten 5 Jahren gemacht wurden.

Eine Rechnung mit vielen Unbekannten
Ganz ohne Erdöl wird die Chemiebranche aber auch in ferner Zukunft nicht auskommen. Und so schränken die Wissenschaftler vorsorglich ein: „Biobasierte Kunststoffe werden auch mittelfristig nicht alle fossilen Polymere ersetzen können.”

Die größten Knackpunkte sind:
  • die außerordentlich hohen Produktionskosten, vor allem bei kleinen und mittleren Anlagen,
  • ein niedriger Ölpreis, der eine Umstellung derzeit unwirtschaftlich macht,
  • infrastrukturelle Probleme in einzelnen Herstellerländern.
Obendrein dürfte die Finanz- und Wirtschaftskrise einen dicken Strich durch alle Prognosen gemacht haben. Danach sollten die Produktionskapazitäten biobasierter Kunststoffe von rund 400.000 t im Jahr 2009 auf über 2,30 Mio. t bis 2013 steigen, was einem jährlichen Wachstum von 37 % entspräche.

Finanzklemme und Krise haben aber nicht nur viele Forschungsprojekte auf Eis gelegt, sondern auch viele großtechnische Versuche seitens der Industrie. Mehr zum Thema unter: www.european-bioplastics.org

Weitere aktuelle Preistrends und Entwicklungen lesen Sie in Rohstoffeinkauf aktuell.

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Internationale Beschaffung: So finden Sie 2010 die besten Lieferanten in aller Welt

Das ultimative Praxis-Wissen für Einkäufer - jetzt in einem einzigen Nachschlagewerk! Das neue Praxishandbuch Einkauf und Beschaffung zeigt Ihnen, wie Sie auch 2010 als Einkäufer brillieren und die stetig steigenden Anforderungen, die man an Sie stellt, souverän meistern.

Erfahren Sie mehr zu folgenden Themen:
  • Die 3 Hebel für einen echten Ertragssprung – Warum die klassischen einkäuferischen Hebel (Preis, Bündelung, Lieferantenwechsel) heute nicht mehr ausreichen.
  • So schalten Sie – auch kurzfristig – den Ergebnisturbo  ein! Mit diesen 4 Werkzeugen gestalten SIE die Konditionen, nicht die Verkäufer.
  • Decken Sie „schwarze Löcher” in Ihrer Ausgabenstruktur auf – 15 % Einsparungen sind Ihnen sicher, wenn Sie nur einmal auf Ihre vor- und nachgelagerten Prozesse schauen.
  • Achtung Logistikschäden – So mildern Sie Schäden ab und bekämpfen sie schon im Vorfeld.
  • 16 Stellschrauben für Ihre Einkaufserfolge - der zuverlässige Strategie-Kompass, mit dem Sie 2010 immer die Nase am Markt haben.
  • Und viele weitere Praxistipps ...
Sie wollen mehr zu diesen und vielen weiteren Themen rund um den erfolgreichen Einkauf 2010 erfahren?

Fordern Sie einfach das Praxishandbuch Einkauf und Beschaffung zum Gratis-Test an!


 
 
 
Einkaufsdienstleister: Lassen Sie andere für sich arbeiten

Gute Einkäufer sind Teamplayer, die nicht das allein machen, was andere besser können. Seien Sie ein Teamplayer. Lassen Sie Einkaufsdienstleister für sich arbeiten, und sparen Sie dadurch Zeit, Nerven und Geld.

1: Holen Sie sich Einkaufs-Scouts ins Haus
Scouts sind eine besonders gute Empfehlung, wenn Sie viel im Ausland einkaufen, z. B. in den MOE-Ländern (Mittel-Ost-Europa) oder in Fernost. Diese Einkaufs-Scouts verfügen in der Regel nicht nur über gute Kontakte zu Lieferfirmen, sie kennen sich auch mit den vielen landestypischen Besonderheiten aus (Kultur, Behörden, Recht).

Unser Tipp:
easy SOURCING (www.easy-sourcing.de): Neben der Berliner Zentrale unterhält der Dienstleister Niederlassungen in Warschau, Shanghai, Mumbai und Istanbul. Gelistet haben die Berliner aktuell über 1.000 Lieferanten und Warengruppen in 48 Low Cost Countries (LCCs). Preisbeispiel: Das Dienstleistungspaket A (Longlist) kostet pauschal 3.000 € (unabhängig vom Ergebnis).

2. Lagern Sie die C-Artikelbeschaffung aus
Dass auch Kleinvieh Mist macht, ist nicht nur eine Binsenweisheit, sondern oft zeitaufwändiger Einkaufsalltag. Setzen Sie sich andere Schwerpunkte. Sie haben Wichtigeres zu tun, als Klopapier und Schrauben zu beschaffen.

Unser Tipp:
Brüggershemke + Reinkemeier KG (www.bur-kg.de). Das in Gütersloh ansässige Unternehmen stellt nicht nur Verpackungsartikel her, es übernimmt auch den kompletten Einkauf von Bürotechnik, Arbeitsbekleidung, Elektroartikeln, Werkzeugen u. v. m.

3. Nutzen Sie das Knowhow von Informations-Brokern

Die Recherche in Datenbanken, das Versenden von Anfragen, die Angebotsauswertung und die Auswahl von möglichen Lieferanten kosten viel Zeit, besonders wenn sie aus dem Ausland kommen.

Unser Tipp:

IMOE (www.imoe.de). Seit über 10 Jahren sind die Hemminger Informations-Broker am Markt. Ihre Spezialität sind Wirtschaftsnachrichten (Zulieferer, Standorte, Branchen, Recht) aus 28 Ländern in Mittel-, Süd- und Osteuropa sowie der GUS. Preisbeispiel: Branchenrecherche (Kurzform) für 1.500 €.

4. Lassen Sie Ihre Kosten optimieren

Die Consulting-Unternehmen oder Agenturen verlangen für ihre Analysearbeit nicht gerade wenig Geld. Bei vielschichtigen und umfangreichen Beschaffungsmaßnahmen sollten Sie deren Einsatz aber durchaus in Betracht ziehen. Kostensenkungen von 30 % sind keine Seltenheit.

Unser Tipp:

EuroPrice Consulting (www.europrice.net). Nicht ganz so viel versprechen die Münsteraner Berater. Bei gleichen oder besseren Liefer- und Qualitätsparametern sind es bei ihnen durchschnittlich 15 bis 20 %.

Unser Praxis-Tipp: Seitdem der deutsche Energiemarkt liberalisiert ist, können Sie auch beim Einkauf von Strom viel Geld sparen. Beispielsweise durch einen kompetenten Energiedienstleister wie ENOPLAN. Zum Kerngeschäft der 85 Mitarbeiter im baden-württembergischen Bruchsal gehört nicht nur die Beschaffung und Optimierung von Strom, sondern auch aller anderen leitungsgebundenen Energiearten (Gas, Fernwärme, Wasser und Abwasser).

Beachten Sie: Die erfolgsabhängige Vergütung ist üblich.

Quelle: EinkaufsManager

 
 
 
Termin-Tip: Praxisforum Sourcing in Mittel- und Osteuropa

Die Universität Würzburg und das Centrum für Supply Management GmbH (CfSM) laden zu einem Praxisforum "Sourcing in Mittel- und Osteuropa" ein. Die Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas haben unter der Krise besonders schwer gelitten und eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Da kommen für Einkäufer viele Fragen auf:
  • Welche grundsätzlichen Veränderungen ergeben sich aus der Krise?
  • Lohnt für mich MOE-Sourcing noch?
  • Wie hole ich das Beste aus einer Beschaffung im Osten heraus?
Einkaufs-Experten um Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky werden Ihnen darauf Antwort geben.

Wann: 15.04.2010
Wo: Universität Würzburg, Sanderring 2, 97070 Würzburg
Seminarpreis: 245 € bzw. 195 € für BME-Mitglieder (jeweils zzgl. MwSt.)
Informationen: www.supply-markets.com/moe
 
 
 
Trendtthema Green Procurement: Unternehmensvision, Mission Statement und begeisterte Mitarbeiter

Ist der Chef überzeugt, dem grünen Ansatz zu folgen, muss auch das Team den Gedanken verinnerlichen. Das Thema muss „in die Köpfe der Mitarbeiter” gebracht werden, beispielsweise durch ständige Artikel in der Unternehmenszeitung über das Energiesparen und nachhaltiges Handeln des Unternehmens.

Praxis-Tipp: Noch offizieller und wirkungsvoller ist die Aufnahme des Klimaschutzes in die Unternehmensvision.

1. Will das Unternehmen nachhaltig wirtschaften?
Was nützt es, sich dem Thema Green Procurement hinzugeben und alles für eine nachhaltige Beschaffung ins Leben zu rufen, wenn es vielleicht gar nicht im Interesse der Unternehmensspitze ist? Hier stellt sich jedoch die Frage, welcher CEO sich die Chance entgehen lassen würde, mit einem guten Image nachhaltig vielleicht noch mehr Profitabilität zu erlangen.

Kommt nun die Unternehmensleitung zu dem Entschluss, das Thema Grüne Beschaffung als wichtigen Bestandteil der Beschaffungspolitik zu etablieren, so sollte hierzu am besten auch noch ein Mission Statement abgegeben werden.

2. Das „grüne” Mission Statement
Es kann einfach sein, muss aber zum Unternehmen passen und anwendbar sein. Dass ein Mission Statement und die damit zu erarbeitende Strategie nicht zu vernachlässigen sind, zeigt auch die Bewertung des IÖW (Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung), das zusammen mit der Unternehmensinitiative Future anhand eines festgeschriebenen Bewertungskatalogs ein Ranking erstellt, was zur Beurteilung der veröffentlichten Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen verschiedener Größen und Branchen dient.

Weiterführende Informationen, die Grundlagen der Bewertung und Beispiele finden Sie unter www.ioew.de.

Wichtig ist vor allem der Wille, in diesem Bereich tätig zu sein und dem Markt nicht nur bloße Floskeln zu übermitteln, wenn es einem Vorstandsressort ausdrücklich zugeordnet ist, wie das z. B. bei RWE der Fall ist. Hier ist das Thema unter dem Begriff Corporate Responsibility (CR) abgedeckt und hat ein eigenes Ressort im Vorstand, das geführt wird von Alwin Fitting. Das Entscheidende ist, mit der gesamten Organisation nach den im Mission Statement festgelegten Wertvorstellungen und Zielen zu streben. Im Idealfall kann sich die komplette Belegschaft mit dem Mission Statement identifizieren.

Häufig kommt der Ansatz jedoch von außen. Was aber nun, wenn der Gedanke durch die Gesellschafter/die Unternehmensleitung, also „von oben” kommt, die Mitarbeiter aber nichts damit anfangen können? Hier müssen Sie dann echte Überzeugungsarbeit leisten. Wie Sie das schaffen, verrät Ihnen der EinkaufsManager im weiteren Beitrag.

Leser Sie hier den kompletten Beitrag ...


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