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Einkaufen in der Rezession: So gehen Sie und Ihr Unternehmen als Gewinner aus der Krise.
China: Wie Sie auch bei Ihrem "Stamm-Chinesen" weiterhin sorgenfrei einkaufen können.
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Chile: Warum sich für Sie ein Blick nach Mittelamerika lohnt. u.v.m.

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Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute
 
 
Griechen-Krise und Euro-Gefahr

Liebe Leserin, lieber Leser,

im vergangenen Jahr konnten Sie hier in Einkauf heute einen Beitrag zum Thema "Hat der Dollar ausgedient" lesen. Nun, nach wie vor stellen sich viele diese Frage - Russland denkt derzeit sogar darüber nach, sich Rohstoffe in Rubel zahlen zu lassen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Mehr zu den russischen Plänen lesen Sie heute im ersten Beitrag.

Fakt ist: Auch beim Euro ist der "Lack ab". Die Griechenland-Krise hat dafür gesorgt, dass die vormals als stabil geltende Währung an Renommee und Marktwert eingebüsst hat.

Als Einkäufer müssen Sie nun mehr denn je auf Währungsschwankungen achten und die Konditionen im Auge behalten. Wir halten Sie auf dem Laufenden mit Branchen- und Preisinformationen, melden Ihnen, wie Euro, Dollar, Renminbi und Rubel sich im Kampf um die Rolle der Leitwährung verhalten.


Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
 
 
 
Rubel: Die neue Rohstoffwährung?

Die Nachricht passt in die Jahreszeit, ist aber dennoch kein Aprilscherz. Vor rund vier Wochen dachte der führende Wirtschaftsberater des Kreml, Arkady Dvorkovich, vor geladenen Regierungsgästen laut darüber nach, ob Russland seine Rohstoffe (Öl, Erze, Erdgas usw.) künftig nur noch in Rubel an Global Sourcer abgeben sollte.

Mit dieser Maßnahme könnte Moskau seine Landeswährung erst als regionale Leitwährung für den eurasischen Raum etablieren und später für die ganze Welt. Einen Fahrplan nannte Dvorkovich noch nicht.

Mehr über den Rohstoffeinkauf auf internationalen Märkten lesen Sie in Rohstoffeinkauf aktuell.

 
 
 
Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts: Einfuhrpreise gestiegen

Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet für den  März 2010 bei den Einfuhrpreisen einen Anstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahresstand, dies war laut den Erhebungen der Statistiker die höchste Jahresteuerungsrate seit September 2008 (+ 7,0% gegenüber September 2007). Im Februar 2010 hatte die Jahresveränderungsrate + 2,6% und im Januar 2010 + 1,4% betragen. Gegenüber Februar 2010 stieg der Einfuhrpreisindex im März 2010 um 1,7%.
 
Der Preisanstieg im März 2010 ist insbesondere auf die gestiegenen Energiepreise zurückzuführen (+ 22,1% gegenüber März 2009 und + 5,4% gegenüber Februar 2010). Die Preise für Rohöl erhöhten sich gegenüber März 2009 um 60,1% (+ 6,9% gegenüber Februar 2010) und für Mineralölerzeugnisse um 57,7% (+ 8,2% gegenüber Februar 2010).

Dagegen lagen die Preise für Erdgas im März 2010 deutlich niedriger als im März 2009 (– 23,6%); im Vergleich zum Februar 2010 stiegen sie um 1,7%. Dies war die vierte Preissteigerung in Folge. Das Preisniveau für Steinkohle lag ebenfalls deutlich unter dem von März 2009 (– 27,3%); gegenüber Februar 2010 verteuerten sich die Steinkohleimporte im März 2010 um 0,6%. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im März 2010 um 0,7% über dem Stand von März 2009 (+ 1,1% gegenüber Februar 2010).
 
Rohstoffe:
  • Rohkupfer war  im März 2010 um 85,7% teurer als im März 2009. Im Vormonatsvergleich stiegen die Preise um 8,7%
  • Einfuhrpreise für das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel erhöhten sich im Vergleich zum März 2009 um 107,4% (+ 15,5% gegenüber Februar 2010)
  • Nicht-Eisen-Metallerze waren im März 2010 um 58,7% teurer als im März 2009 (+ 7,6% gegenüber Februar 2010).
  • Die Preise von Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug erhöhten sich im Vergleich zum März 2009 um 33,1% (+ 4,8% gegenüber Februar 2010).
  • Eisenerz verbilligte sich gegenüber März 2009 um 26,3%. Im Vergleich zu Februar 2010 stiegen die Preise für Eisenerz um 4,3%. Es wurde zum vierten Mal in Folge teurer.
Der Index der Ausfuhrpreise stieg im März 2010 im Vergleich zum März 2009 um 2,0%. Im Februar 2010 hatte die Jahresveränderungsrate + 0,8% und im Januar 2010 + 0,4% betragen. Bezogen auf den Vormonat Februar 2010 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex um + 0,8%.

Mehr Informationen erhalten Sie beim Statistischen Bundesamt (Destatis).

Mein Tipp: Aktuelle Informationen zu den Preisentwicklungen bei Rohstoffen lesen Sie in Rohstoffeinkauf aktuell.

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Neue INCOTERMS sollen anwendungsfreundlicher werden

Gegenwärtig arbeitet die Internationale Handelskammer (ICC) noch daran, aber zum Jahresende sollen die neuen INCOTERMS in trockenen Tüchern sein und zum 1. Januar 2011 in überarbeiteter Form in Kraft treten. Neu an den Regelungen wird sein:
  • Statt 13 gibt es zukünftig nur noch 11 INCOTERMS-Klauseln.
  • Die Klauseln sind eindeutiger strukturiert.
  • Sie können zum einen multimodal angewendet werden und/oder zum anderen nur für die See- und Binnenschifffahrt.
Mit diesen Änderungen will die ICC die INCOTERMS für Außenhandeltreibende verständlicher und anwendungsfreundlicher machen.

Beachten Sie: Die ICC-Deutschland wird ab Herbst in verschiedenen Städten Einführungsseminare durchführen. Begonnen wird in München, Hamburg, Köln und Bremen. Einzelheiten und Termine finden Sie unter: www.icc-deutschland.de.
 
 
 
Praxistipp: Lieferantenkredit vermeiden

Vermeiden Sie die „Wucherzinsen” der Lieferanten. Oder würden Sie sich für 37 % Geld von einer Bank leihen? Beispiel: Ein Lieferant gewährt Ihnen für eine Rechnung über 50.000 € einen Skontoabzug von 3 %  oder wahlweise ein Zahlungsziel von 1 Monat. Der Lieferant macht Ihnen damit folgendes Angebot: Er leiht Ihnen 48.500 € (50.000 € minus 3 % Barzahlungs-/Frühzahlerrabatt) für 1 Monat. Dafür zahlen Sie 1.500 € Zinsen. Bezogen auf die 48.500 € entspricht das einem Sollzins von knapp 3,1 % pro Monat. Aufs Jahr gerechnet ergibt sich somit ein Sollzins von mehr als 37 %.

Nur wer „klamm” in der Kasse ist, akzeptiert solche Lieferantenkredite. Deswegen schadet eine Diskussion über das Verlängern des Zahlungsziels auch dem Ruf eines Unternehmens.

Quelle: EinkaufsManager


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