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Lesen Sie am 12. Mai in Einkauf heute:
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Ruhe bewahren
Liebe Leserin, lieber Leser,
der Frühjahrsaufschwung verfestigt sich - so lautet die aktuelle Meldung des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) zur aktuellen Wirtschaftslage. Dem Verband zufolge legte der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI) gegenüber März nochmals 1,3 Zähler auf 61,5 zu.
Die gute Nachricht: Das Konjunkturhoch erstarkt auf breiter Front. Die schlechte Nachricht: Die internationalen Rohstoffpreise steigen weiter an. Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des BME, befürchtet, den Unternehmen könnten mit weiter steigenden Rohstoffpreisen die Kosten davonrennen.
Sie als Einkäufer sind in diesen Zeiten besonders gefordert, Kosten zu sparen, die bestmöglichken Konditionen für Ihr Unternehmen auszuhandeln. Gelassenheit ist da oft schwer zu bewahren, denn das teils dramatische Auf- und Ab an den Märkten treibt den Adrenalinspiegel schnell nach oben.
Gönnen Sie sich bei dem hohen Stresspegel auch mal eine kleine "Auszeit" - Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes EinkaufsManager, verrät Ihnen heute im vierten Beitrag, warum das so wichtig ist - und warum Pausen keine "verlorene Zeit" darstellen.
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Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
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Chemiemarkt: Rohstoffe so teuer wie seit langem nicht
Die Kunststoffverpackungsbranche stöhnt unter hohen Rohstoffpreisen. Seit Januar kennen die nur eine Richtung: steil nach oben. Wie die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. mitteilte, haben sie den Stand vom ersten Halbjahr 2008 erreicht. Bei Polyethylen, Ethylen und Butadien gab es bspw. Preissprünge von +100 % und mehr.
Damit nicht genug, die Hersteller haben auch mit Versorgungsengpässe zu kämpfen. Durch reduzierte Cracker- und Raffineriekapazitäten in Europa sei die Situation bei Polypropylen besonders angespannt, meint IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn. Dazu fiele China aufgrund der starken Inlandsnachfrage als Lieferland weitgehend aus.
Aktuelle Tipps und Informationen rund um Preisentwicklungen lesen Sie in Rohstoffeinkauf aktuell.
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BME Open Sourcing: Neue Recherche-Plattform seit dem 1. Mai online
Das E-Tool BMEOpenSourcing.com der BMEnet GmbH online, Nachfolger der Marktübersicht Beschaffung, ist seit dem 1. Mai am Netz. Das bietet die Plattform:
Auftraggeber erhalten unter www.bmeopensourcing.com eine detaillierte Aufstellung von Anbietern und deren Produktportfolio. Das Recherche-Tool ist in acht Kategorien aufgeteilt: Beratung, Beschaffungsdienstleister, Büro, E-Business, Leasing, Logistik, Materialwirtschaft/Intralogistik und Mobilität.
Der Nutzen für Einkäufer: Sie können mit der neuen Plattform Lieferanten und Dienstleister schnell finden, aktuelle Informationen über Produkte einholen, Lieferanten online vergleichen.
Der Nutzen für Lieferanten: Sie können sich Beschaffungsentscheidern aus Unternehmen aller Größen und Branchen detailliert präsentieren. Der Schwerpunkt der Plattform liegt auf dem Sektor Beschaffungsdienstleister. Verifizierte Lieferanten auch in globalen Märkten finden Sie unter www.bmequalitysourcing.com.
Weitere Infos: www.bmeopensourcing.com
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Einkaufsfinanzierungs-Methoden: Borrowing Base, Reverse Factoring und Finetrading
Es ist die wirtschaftliche Not, die deutsche Unternehmen zu diesen 3 Finanzierungsmethoden aus den USA (klassische Betriebsmittelkredite sind dort unüblich) greifen lassen. Ob Borrowing Base, Reverse Factoring oder Finetrading, alle haben dasselbe Ziel: das Umlaufvermögen (hier die Warenvorräte) zur Liquiditätsbeschaffung zu nutzen.
Borrowing Base
Das bedeutet Beleihungsgrundlage. Diese Form der Umlaufvermögensfinanzierung war ursprünglich für international tätige Handelsunternehmen gedacht. Basis für die Kredithöhe sind die mit Sicherheitsabschlägen reduzierten Buchwerte der Forderungen (an Kunden) plus die Warenbestände/Vorräte. Die Banker sagen, dass die Kreditlinie atmet. Je mehr eingekauft wird (z. B. für einen Großauftrag), desto mehr Geld steht zur Verfügung.
Bei den Großbanken, die Borrowing Base (BB) anbieten, geht es erst bei 10 Mio. Euro los.
Reverse Factoring
Das ist der umgedrehte Forderungsverkauf. Ein Finanzdienstleister (C) kauft hier die Rechnungen der Lieferanten (B) seines Auftraggebers (A) an und bezahlt diese sofort. Der Factoring-Nutzer (A) bekommt ein längeres Zahlungsziel. Der Finanzierer (C) erhält zum einen eine Gebühr von A und verdient außerdem an dem vom Lieferanten gewährten Skontoabschlag. Angeboten wird diese Variante von den üblichen Factoring-Gesellschaften.
Finetrading
Bei dieser jüngsten Variante fungiert ein spezieller Dienstleister als Zwischenhändler (C). Dieser kauft im Auftrag des Unternehmens (A) die benötigten Vormaterialien beim Lieferanten (B) und verkauft diese sofort an seinen Auftraggeber weiter. Der Vorteil bei diesem Dreiecksgeschäft: Der Finetrader (C) räumt dem Kunden (A) ein Zahlungsziel von bis zu 4 Monaten ein – zahlt aber die Rechnung an den Lieferanten (B) sofort. Der Finetrading-Nutzer (A) verhandelt wie bisher die Mengen, Preise und Termine mit seinem Lieferanten (B). Danach bekommt der Finetrader (C) die Daten und bestellt auf eigene Rechnung beim Lieferanten (B). Es entstehen also mindestens 2 Kaufverträge.
Bewertung: Wer fremdes Geld benötigt, ist mit Betriebsmittelkrediten der Hausbank so gut wie immer besser bedient. Außer beim BB geht es eh nur um Lieferantenkredite. Wieso soll daran ein Dritter mitverdienen? Auf 3 % Skonto zu verzichten ist sehr teuer: 3 % für 30 Tage entspricht einer rechnerischen Verzinsung von 36 % pro Jahr. Ein Kontokorrentkredit kostet mit rund 10 % aktuell deutlich weniger pro Jahr.
Autor: Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes EinkaufsManager.
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Besonders in hektischen Zeiten wichtig: Pausen machen, Stress vorbeugen
Dass der Mensch keine Maschine ist, die Stunde um Stunde vor sich hinwerkeln kann, merkt jeder spätestens nach 90 Minuten. Dann wird er oder sie auf einmal nervös und unkonzentriert und saust binnen weniger Minuten von einem Leistungshoch in ein Leistungstief.
Besonders nach der Mittagspause wird das große Gähnen übermächtig. Jetzt mit Kaffee seine Lebensgeister wieder wecken zu wollen, ist nur für den Notfall eine Lösung.
Besser ist es, auf die Signale seines Körpers zu hören und einen Gang zurückzuschalten. Ermüdung hat ja nichts mit Faulheit zu tun, sondern ist ein Mechanismus der Natur, um sich vor Überforderung zu schützen. Genehmigen Sie sich während des Arbeitstags also immer wieder eine kurze Auszeit, am besten in regelmäßigen Abständen. Das macht Sie insgesamt produktiver.
Wenn Ihnen gymnastische Übungen im Büro zu komisch vorkommen:
- Öffnen Sie das Fenster, und atmen Sie bewusst 20-mal ein und aus.
- Dehnen und recken Sie sich dabei, und schütteln Sie die Beine aus.
Wissenschaftler haben herausgefunden, dass diese Kurzprogramme (maximal 5 Minuten) bis zu einer Stunde Schlaf ersetzen können!
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