|
| |
|
Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute
|
|
Weiterbildung ist Luxus? Weit gefehlt!
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Berliner Symphoniker haben Konkurrenz bekommen: Seit einigen Tagen spielt das Merkelsche Streichorchester in der Hauptstadt besonders laut und eifrig. Die Töne, die dabei produziert werden, sind nicht immer schön - es drohen massive Einschnitte und Kürzungen im Sozialen und bei Bauleistungen. Bei Bildung wolle man jedoch nicht sparen, so die Kanzlerin. Eine gute Entscheidung: Denn Deutschlands große Stärke liegt nun mal im Know-how und der Qualität von Forschung und Lehre.
Was in der "großen Politik" gilt, lässt sich auch auf Unternehmen übertragen: Weiterbildung ist kein Luxus, sondern eine wichtige Maßnahme, um am Markt bestehen zu können, das legt eine Studie der Supply Chain Management Beratung BrainNet nahe.
Die im Rahmen der Studie befragten Führungskräfte sehen die Lücke zwischen den Marktanforderungen und der Qualifikation ihrer Einkäufer mit großer Sorge. So geben beispielsweise die Studienteilnehmer aus westeuropäischen Unternehmen an, dass fast ein Viertel (24 %) der Mitarbeiter im Einkauf nicht ausreichend für die Herausforderungen gewappnet ist, die das globale Supply Chain Management in den nächsten Jahren an sie stellen wird. Besonders dringenden Handlungsbedarf gibt es in Telekommunikations- und Fertigungsunternehmen (25 und 24 %).
Doch Weiterbildung ist nicht gleich Weiterbildung: Lesen Sie heute in unserer Know-how-Bibliothek, wie Sie die Spreu vom Weizen trennen und die besten Angebote für Ihre Mitarbeiter finden.
|
Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
|
| |
Schützen Sie Ihre Rohstoffeinkäufe durch Optionen
Mit Optionen räumen Sie sich die Möglichkeit bzw. das Recht ein, eine bestimmte Ware (Basiswert)
- in einer festgelegten Menge (Bezugsverhältnis),
- bis zu oder zu einem bestimmten Zeitpunkt (Laufzeit),
- zu einem fixierten Preis (Basispreis) zu kaufen oder zu verkaufen (Call oder Put).
Ob sich für Ihren Einkauf eine Preisabsicherung per Option lohnt, hängt immer von der Höhe der Optionsprämie ab. Bei hohen Schwankungen der Metallpreise sind Optionen nämlich ziemlich teuer und nur in Ausnahmefällen anzuraten.
Ein Praxisbeispiel: Ein Unternehmen möchte einen gegebenen Aluminium-Preis für ein Jahr absichern, aber auch von fallenden Preisen profitieren. Der Aluminium-Kassakurs beträgt bspw. 1.840 $/t und der 1-Jahres-Forward 1.760 $ (Forward = Kauf oder Verkauf auf Termin). Die Call-Option würde mit diesen Beispiel-Kursen 140 $/t kosten. Bei steigenden Preisen erhält das Unternehmen von der Bank eine entsprechende Ausgleichszahlung. Berücksichtigt man die vorab an die Bank gezahlte Optionsprämie, so liegt der effektive Einkaufspreis bei 1.900 $/t (1.760 + 140).
Beachten Sie: Im Umkehrschluss müssen Sie bei fallenden Rohstoffnotierungen, z.B. auf 1.500 $/t, die Optionsprämie als zusätzlichen Kostenfaktor hinzuaddieren. Ihr effektiver Einkaufspreis beläuft sich dann also auf 1.640 $/t.
Liebe Leserin, lieber Leser,
weitere aktuelle Tipps für den Einkauf von Rohstoffen lesen Sie in Rohstoffeinkauf aktuell.
|
|
|
| |
Warum Sie jetzt in das Wissen Ihrer Einkäufer investieren sollten
Investitionen in das Know-how Ihrer Einkäufer sind gerade in diesen Zeiten unerlässlich, so Axel Gloger, Chefredakteur des Trendletter, in der aktuellen Ausgabe des Fachinformationsdienstes.
Denn: Von Ihren Beschaffungs-Managern dürfen Sie künftig erwarten, dass sie Beiträge für die gesamte betriebliche Wertschöpfungskette liefern. Diese Mitarbeiter suchen nach den besten Zulieferern, geben das richtige Gesamtpaket in Auftrag und finden am Beschaffungsmarkt Innovationen, von denen Ihr Geschäft profitiert.
Sie nehmen aber auch schon Einfluss auf Produktdesign und Marketing, damit sie für das neue Produkt die bestmöglichen Ressourcen beschaffen können. Ihr strategisches Ziel heißt nicht niedrigste Kosten, sondern beste langfristige Wertschöpfung.
Damit ist die künftige Rolle Ihrer Einkäufer beschrieben. Sie denken im Zusammenhang, handeln wie ein Unternehmer und treten selbstbewusst auf.
Ihre Aufgabe: Qualifizieren Sie Ihre Einkäufer für die anspruchsvollen Aufgaben von morgen. Die hemdsärmligen, in der Praxis gewachsenen Typen brauchen eine strategische Aufrüstung im Kopf. Der Sprachkurs und das Verhandlungstraining sind nicht genug; 876 Euro, die im Schnitt bislang pro Kopf und Jahr für Einkäufertrainings investiert wurden, reichen nicht!
2 Empfehlungen für Unternehmer:
1: Geben Sie in Zeiten knapper Budgets 2.000 Euro weniger pro Kopf und Jahr für Vertriebsschulungen aus
Auch dann bekommt der Vertrieb immer noch genug Weiterbildung. Wenn Sie diese frei gewordenen 2.000 Euro in einen noch schlaueren Einkauf investieren, lernen die Mitarbeiter dort fast dreimal so viel wie bisher. Das sollte sich für Sie auszahlen.
2: Sorgen Sie für Schulungen, die der Einkauf jetzt wirklich braucht
Strategie, Service-Orientierung im Einkauf (damit die internen Kunden noch besser bedient werden), Leadership, Supply-Chain-Optimierung, Kommunikation (der Einkauf muss seine Leistung intern besser erklären), Bewertung und Risikoanalyse globaler Zulieferketten.
Liebe Leserin, lieber Leser,,
die neuesten Etwicklungen und Trends im Personalmanagement finden Sie hier.
>> Hier mehr!
|
|
|
Risiken beim Door to Door Shipping
Door to Door Shipping ist eine Versandart mit vielen Stolpersteinen. An der Bezeichnung scheiden sich nicht nur regelmäßig die Geister (er gehört z. B. nicht zum Begriffskatalog der INCOTERMS), er sorgt auch immer wieder für Verwirrung und Ärger.
Besonders häufig wird er von Lieferanten aus dem asiatischen Raum angewandt, teils aus Unkenntnis der INCOTERMS-Regeln, teils aus Bequemlichkeit oder aufgrund mangelhafter Englischkenntnisse.
So ist es auch einem westfälischen Mittelständler ergangen. Auf einer Messe hatte er einen chinesischen Maschinenteilehersteller kennen gelernt und eine reguläre Anfrage geschickt mit dem Vermerk FOB (Free on Board) oder DDP (Delivery Duty Paid).
Die Antwort aus China lautete aber Door to Door Shipping”. Eine INCOTERMS-gemäße DDP-Lieferung, bei der der Verkäufer Transportkosten, Zollgebühren und alle Risiken trägt, schloss der chinesische Lieferant ausdrücklich aus.
Nicht ohne Grund. Denn Door to Door Shipping lässt Lieferanten viele Hintertürchen offen, bspw. ob Verzollungskosten inklusive sind oder nicht. Werden die nicht vom Zulieferer übernommen, versuchen die Reeder, sie beim Empfänger einzutreiben.
PRAXIS-TIPP: Schließen Sie Ihre Verträge nur nach INCOTERMS-Regeln ab. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.
Quelle: Rohstoffeinkauf aktuell |
|
|
|
|
|