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EINKAUF-HEUTE
Aktuelle Praxis-Tipps zum nationalen und globalen Einkauf
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Wie Sie im 2. Halbjahr 2010 souverän und erfolgreich ausländische Beschaffungsmärkte erobern

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Ja, ich möchte mehr erfahren und 2010 meinen Einkaufs-Erfolg steigern und mir die 27-teilige Global Sourcing Toolbox sichern
 
 
Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute
 
 
Des einen Freud ...

Liebe Leserin, lieber Leser,

... ist bekanntlich des anderen Leid. Während der schwache Euro das Exportgeschäft außerhalb der Eurozone ankurbelt, treibt die Kursentwicklung Euro-Dollar so manchem Einkäufer die Schweißperlen auf die Stirn. In der Dollar-Relation ist die Gemeinschaftswährung auf den tiefsten Stand seit 14 Monaten abgerutscht.

Da die meisten Rohstoffe, Rohöl, Erdgas, Transportleistungen usw. auf Dollar-Basis abgerechnet werden, bedeutet ein schwacher Euro steigende Einkaufspreise.

Und die Talfahrt des Euro dürfte noch nicht zu Ende sein, das meint Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes Rohstoffeinkauf aktuell. Denn, so der erfahrene Einkaufsexperte: Trotz der 750 Mrd. € Geldspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) steckt nicht nur Griechenland tief in den roten Zahlen, bankrottgefährdet sind auch Spanien, Portugal und Italien.

Obwohl man versucht, sich den Anschein der Normalität zu geben, ist in diesen Tagen eben doch so manches anders. Und die Bekundungen Spaniens, man benötige keine finanzielle Unterstützung durch Europa, stoßen vielerorten auf große Skepsis. Von den PIIGS-Staaten dürften kurzfristig weder klare Konsolidierungs- noch Wachstumssignale zu erwarten sein.

Jens Holtmann rät Einkäufern: Behalten Sie die tagesaktuellen Umrechnungskurse im Auge. So können Sie vor allem bei Einzelaktionen von kurzfristigen Kurserholungen der Gemeinschaftswährung profitieren.

Auch Chinas geplante Abkoppelung des Yuan vom Dollar und die damit verbundenen Währungsschwankungen sollten Sie unbedingt im Auge behalten. Es ist und bleibt spannender denn je! Wir halten Sie hier in Einkauf heute stets auf dem neusten Stand der Dinge, berichten über Preisentwicklungen und das Geschehen auf den nationalen und internationalen Märkten.

Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
 
 
 
Wo Pekings Rohstoffhunger Ihr Geschäft teurer macht

Für Unternehmen, die auf den Rohstoffmärkten einkaufen, gibt es einen neuen Konkurrenten, der künftig mitbietet: China.

Auf einigen Märkten werden Sie mit einem weiteren Anstieg der Preise rechnen müssen, weil China hier der weltweit größte Einkäufer ist:

Teakholz, Zink (China verbraucht 30 Prozent der Weltproduktion), Eisen und Stahl (27 Prozent), Blei (25 Prozent), Aluminium und Kupfer (je 22 Prozent), ebenso bei Zinn, Kohle, Baumwolle und Gummi.

Trendletter-Prognose: Rechnen Sie mit diesen Verbrauchsanstiegen durch chinesische Nachfrager in den kommenden 20 Jahren: Aluminium und Eisen +500 Prozent, Erdöl +800 Prozent, Kupfer +900 Prozent.

Hier werden die Preise steigen. China muss sich die Rohstoffe alle auf dem Weltmarkt besorgen, weil es außer Kohle keine eigenen Quellen hat.

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Rohöl: Die Last des Euro

Die Unsicherheiten bei der Gemeinschaftswährung drücken den Ölpreis. Dabei sah für die Förderkonzerne vor ein paar Wochen noch alles so gut aus: Die Weltwirtschaft erholte sich schneller als erwartet, die globale Konjunktur gewann an Fahrt und das sich immer schneller drehende Preiskarussell spülte reichlich Geld in die Kassen der Erdölgiganten.

Im April streifte der Ölpreis z. B. die 90-$-Marke. Spätestens für das 3. Quartal hofften BP, Shell und Konsorten auf 100 $/Barrel für die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI). Doch dann ging im Golf von Mexiko eine Bohrinsel in Flammen auf – mit verheerenden Auswirkungen für die Umwelt, aber geringen für die Preise.

Neues Preishoch in weite Ferne gerückt
Viel gravierender in punkto Ölpreis waren und sind die Rauchzeichen, die die Europäische Union aussendet. Die zunehmende Sorge um die Bonität von der PIIGS-Staaten hat den Ölpreis nachhaltig unter Druck gesetzt und ihn zeitweise auf unter 70 $/Barrel abrutschen lassen.

Zu groß ist die Angst, dass die gerade erst wieder auf Touren gekommene Weltwirtschaft erneut ins Stottern geraten könnte. An dieser Entwicklung konnte bislang auch nicht der nach wie vor große Ölhunger Chinas rütteln. Im April importierte das Riesenreich z. B. 31 % mehr als im Vorjahr. Dennoch halten es Experten für möglich, dass der Ölpreis erst zwischen 70 und 73 $/ Barrel seinen Boden finden wird.

Preisdämpfend wirken zum einen auch der ungewöhnlich starke US-$ und zum anderen die nach wie vor steigenden Lagerbestände. Ende April meldete die Energy Information Administration der USA (EIA, www.eia.doe.gov) mit 369 Mio. Barrel die höchsten Lagerraten seit Februar 2009.

Liebe Leserin, lieber Leser,
die aktuellsten Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten finden Sie in
Rohstoffeinkauf aktuell.
 
 
 
Diese 4 Grundströmungen prägen das Umfeld für Ihr China-Geschäft

1. Das verordnete Lächeln ist auf dem Rückzug
Die Zeiten des gelenkten Charmes im Zuge von Olympia sind lange vorüber. Unsicherheiten und Nervosität (wird der Aufschwung auch ohne massive staatliche Programme tragen?) prägen das Klima.

2. Die Politik regiert wieder mit harter Hand
Grund: Furcht vor sozialen Unruhen. Tibet und Xinjang haben gezeigt, wie die Lage außer Kontrolle geraten kann.

3. China will nicht wie der Westen werden

Das Land sucht bedingungslos seinen eigenen Weg. Gegenüber Obama, der EU und dem Klimagipfel wird ein Konfrontationskurs gefahren.

4. Weniger Interesse am Ausland

Wer Mittel aus dem 400 Mrd. Euro schweren Konjunkturprogramm der chinesischen Regierung bekommt, darf nur chinesisch einkaufen. Das gilt für Unternehmen und auch für Privatpersonen. Ausländische Firmen haben weniger Chancen.

Quelle: Trendletter
 
 
 
Einkaufsverhandlungen: Mit Taktik kommen Sie weiter

Trotz aller Partnerschaftlichkeit: Legen Sie bei einer Einkaufsverhandlung (vor allem bei neuen Zulieferern) Ihre Karten nicht gleich auf den Tisch.

Spielen Sie ein bisschen James Bond und holen Sie durch geschicktes Fragen wichtige Hintergrundinformationen aus den Verkäufern heraus. Fragen Sie z. B.: „Herr Müller, was denken Sie, warum ich Ihre Lieferzeiten auf keinen Fall akzeptieren kann?”

Hören Sie genau auf die Antworten, auch auf die Zwischentöne. Sie verschaffen Ihnen tiefe Einblicke in die Gedanken- und Argumentationswelt des Verkäufers.

Nur so können Sie sein Denken in die von Ihnen gewünschte Richtung lenken. Erklären Sie ihm, warum Sie von seiner Firma mehr Leistung verlangen. Machen Sie ihm an Beispielen klar, was Ihre eigenen Kunden fordern.

Mögliche Fragen dazu sind:
  • Wie senken Sie Ihre Kosten?
  • Warum haben Ihre Einkäufer die Materialpreise nicht gehalten?

Liebe Leserin, lieber Leser,
Tipps & Tricks rund um erfolgreiche Einkaufsverhandlungen gibt Ihnen der Einkaufsmanager.

>> Hier mehr!


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