|
| |
|
Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute:
|
|
Die Schuldenuhr läuft nicht, sie rennt
Liebe Leserin, lieber Leser,
während einige der besten Fußballer der Welt auf dem grünen Rasen in Südafrika den sporltichen Wettbewerb um den goldenen Pokal austrugen, stritten sich die Regierungschefs der G 20-Nationen am grünen Tisch in Toronto über Schulden, Finanzkrise & Co.
Ein Treffen mit hoher Brisanz: Das Defizit der europäischen Staaten ist gigantisch, alleine in diesem Jahr müssen die 27 EU-Staaten nach Berechnungen der EU-Kommission 870 Milliarden Euro neue Schulden machen - und damit den bereits angehäuften Schuldenberg von 8,7 Billionen bestehender Schulden weiter erhöhen.
Summa summarum macht das also 9,57 Billionen Euro - die Summe ist so wahnwitzig, dass sie in keinem Verhältnis zur Realität mehr steht und sich nur schwer - Skeptiker meinen unmöglich - bewältigen lässt. Wie schnell die Verschuldung alleine in Deutschland voranschreitet, zeigt die Live-Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler auf plastische Weise
Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes Rohstoffeinkauf aktuell, ist ein Freund klarer Worte. "Die Staatsfinanzen der Industrienationen sind vollends zerrüttet. Griechenland ist überall."
Der G 20-Gipfel in Toronto lieferte leider nur wenig an bahnbrechenden Ideen und Lösungsansätzen, wie sich diese Krise bewältigen lässt.
|
Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
|
| |
Einkaufsmanager-Indices: Krisenstimmung in Europa, Jubel in China
Da die Konjunkturpakete in aller Welt allmählich auslaufen, wird auch das globale Wachstum abflachen. Für 2010 sind 4,4 % prognostiziert und 4,0 % fürs nächste Jahr. Jens Holtmann, Chefredakteur von Rohstoffeinkauf aktuell, stellt Ihnen hier die Details vor:
USA: Die Konjunktur gewinnt weiter an Fahrt. Nachdem Produktivität, Investitionen und Konsum gestiegen sind, nimmt jetzt auch die Zahl der Beschäftigten zu.
EU: Die Lage bleibt zweigeteilt. Während sich bspw. in Deutschland, Polen und Schweden mit den Konjunkturdaten die Stimmung weiter aufhellt, verdüstert sie sich in den bankrottgefährdeten PIIG-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland) sowie Großbritannien.
Japan: Der Export bleibt der Konjunkturmotor Nummer 1. Eine auflebende Inlandsnachfrage und größere Investitionsneigung der Unternehmen sind die Nummer 2.
China/Asien: Die hohen Erwartungen wurden ausnahmslos übertroffen. Allein China steigerte sein BIP-Wachstum um 11,9 %. Ähnliche Daten melden Indien, Taiwan und Südkorea. Zunehmend Sorge bereiten aber die chinesischen Inflationstendenzen.
|
|
|
Quick-Tipp: Vergleichen Sie!
Es ist keineswegs altmodisch, Angebote einzuholen. Entscheidend ist, wie und wann das passiert. Sicher ist das stoische Anfragen bei 3, 5 oder noch mehr Lieferanten überholt. Wir befinden uns allerdings in einer Marktphase, wo es viele Lieferanten gibt, die gerne ein paar neue Kunden hätten. Neue Zulieferer finden Sie jedoch nur, wenn Sie potenzielle neue Unternehmen ansprechen.
Dazu gehören natürlich auch bekannte Lieferanten, die allerdings in den letzten Jahren nicht aktiv geliefert haben. Vergrößern Sie beim Anfragen einfach den Lieferantenkreis. Nehmen Sie mindestens 3 neue Unternehmen mit hinein. Sie werden sich wundern, was alles passiert.
|
|
|
|
|
Dienstleistungen richtig einkaufen
Der Dienstleistungseinkauf hat es in sich. Es gibt kaum aussagekräftige und vergleichbare Parameter für die Leistungen, sie können nicht gelagert werden, und oft genug erfolgt die Beschaffung in den Unternehmen am Einkauf vorbei. Machen Sie es besser:
- Listen Sie alle relevanten Dienstleistungen auf.
- Klopfen Sie in Zusammenarbeit mit den Abteilungen die Verantwortlichkeiten fest.
- Analysieren Sie den Beschaffungsmarkt, um potenzielle Lieferanten herauszufiltern.
- Geben Sie in Ihren Anfragen genaue Leistungsparameter vor (pauschal/ Stückpreise usw.).
- Vergleichen Sie die Angebote (mit den Abteilungen).
Die Bestellung selbst ist dann aber Sache des Einkaufs! |
|
|
Energiemarkt-Barometer: Überwiegend stabile Versorgungslage
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW, www.zew.de) hat in seinem Energiemarkt-Barometer die Versorgungssicherheit in der EU untersucht. Für Kohle und Rohöl erwartet das Institut in den nächsten 12 Monaten eine nahezu gleich bleibende Versorgungslage (87 von 100 Basispunkten).
Als kaum weniger sicher schätzt das ZEW die Sicherheitslage bei der Stromversorgung ein (74 von 100 Basispunkten). Als Sorgenkind könnte sich aber die Versorgungssicherheit bei Erdgas entwickeln. Hier fallen die Prognosen wesentlich pessimistischer aus.
Zwar rechnet das ZEW nicht mit gravierenden Engpässen (63 von 100 Basispunkten) in allernächster Zukunft, Wackelkandidat bleibt aber die Ukraine. Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hatte noch zu Jahresbeginn die Sicherheit des Gas-Transits nach Westeuropa beschworen. Inzwischen hat aber Wiktor Janukowytsch das Sagen, und der sieht entsprechende Verträge als weniger verbindlich an.
Quelle: EinkaufsManager
|
|
|