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EINKAUF-HEUTE
Aktuelle Praxis-Tipps zum nationalen und globalen Einkauf
 
 
Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute
 
 
Motivieren, anspornen, fördern

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Fußball-Weltmeisterschaft hat für so manche Überraschung gesorgt: Die großen Favoriten Italien, Frankreich, England, Portugal, Argentinien und Brasilien mussten bereits nach Hause fahren, dafür schaffte es Außenseiter Uruguay ins Halbfinale.

Egal, wie die Partie heute Abend ausgehen wird - die deutsche Elf ist für viele bereits der "Weltmeister der Herzen". So erfrischend, wie das Team um Bundestrainer Jogi Löw aufspielte, begeisterte es die Zuschauer in aller Welt.

Was ist das Erfolgsgeheimnis dieser jungen deutschen Mannschaft? Zum einen zeigen sie ein enormes Selbstbewusstsein und lassen sich nicht von großen Namen beeindrucken. Zum anderen versteht es Löw hervorragend, sein Team zu motivieren und zu Höchstleistungen anzuspornen, den Mannschaftsgeist zu stärken und dafür zu sorgen, dass elf Teamplayer gemeinsam mehr erreichen können als elf "Solokünstler".

Auch im Einkauf ist Teamwork erfolgsentscheidend: Sowohl bei Ihren Einkäufern als auch im Umgang mit anderen Abteilungen Ihres Unternehmens und mit Lieferanten. Win-win-Situationen statt "kreisende Äxte" - so lässt sich für alle Beteiligten mehr erreichen. Tipps, wie Sie Mitarbeiter und Lieferanten gezielt motivieren, lesen Sie heute in unserer Know-how-Bibliothek.

Tipp: Neue Urlaubs-Funktion für die Leser von Einkauf heute

Nehmen Sie Ihr Net- oder Notebook mit in Urlaub? Oder erklären Sie die "schönsten Wochen des Jahres" zur computerfreien Zeit?

Dann bieten wir Ihnen einen nützlichen Service an: Sie können den Bezug des Newsletters für die Dauer Ihres Urlaubs aussetzen. Und automatisch nach Ihrer Rückkehr lassen Sie ihn sich wieder zusenden.

Klicken Sie einfach am Ende des Newsletters auf: "Sind Ihre Newsletter-Einstellungen noch aktuell?" Auf der nun erscheinenden Website nutzen Sie die "Urlaubsfunktion".

Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
 
 
 
Mittelstand: Stiefkind E-Sourcing

Durch den Einsatz von IT-gestützten Beschaffungstools werden im Einkauf kräftig Prozesskosten gespart. Bei elektronischen Katalogsystemen sind es z. B. 25 % und bei elektronischen Ausschreibungen 13 % – theoretisch.

Denn was der Branchenverband BME in seinem jährlichen "Stimmungsbarometer Elektronische Beschaffung 2010" untersucht hat, gilt offensichtlich nur für deutsche Großbetriebe.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch MFG.com, selbst Betreiber einer Sourcing-Plattform. In einer Studie heißt es: "Der Mittelstand hinkt bei der Nutzung von IT-gestützten Beschaffungstools hinterher. Anders als in den USA, wo E-Sourcing zum Alltag des Einkaufs gehört, halten mittelständische Unternehmen in Deutschland an veralteten Beschaffungsmethoden fest."
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7 Tipps, wie Sie sich vor hohen Stahlpreisen schützen

Die aktuelle Situation auf den Rohstoffmärkten ist für Einkäufer kein Zuckerschlecken. Ein besonders harter Brocken ist dabei die Stahlbeschaffung.

Nachdem Ende März die Platzhirsche BHP Billiton, Rio Tinto und Vale bei den Eisenerzpreisen ihre Muskeln spielen ließen, müssen Stahleinkäufer mit kurzfristigen Lieferverträgen und starken Preisschwankungen umgehen lernen.

Während der durchschnittliche Stahlpreis 2009 noch bei 110 €/t lag, ist er in diesem Jahr bereits auf mehr als 200 €/t geklettert.

Ein Rechenbeispiel: Handelten Minen und Stahlkocher bisher ihre Kontrakte auf Jahresbasis aus, akzeptieren Vale & Co. jetzt nur noch 3-Monats-Verträge, die sich obendrein auch noch am Spotmarkt orientieren.

Ein Mittelklasseauto bspw., das zu 5 bis 10 % aus Stahl besteht, verteuert sich dadurch um mehr als 100 €. Allein für die deutschen Autobauer bedeutet das bei einer Jahresproduktion von über 5 Mio. Fahrzeugen Mehrbelastungen von 6 bis 8 Mrd. €. Kosten, die sie nur zum geringen Teil an die Autokäufer weiterreichen können.

Ein neues Einkaufsdenken ist nötig
Stattdessen sind intelligente Beschaffungsstrategien gefragt, die nicht an der eigenen Abteilungstür haltmachen. Alle sind jetzt in der Firma gefordert, ob Entwicklung, Technik, Verkauf oder Geschäftsleitung.

Können Sie bspw. Preisforderungen durch kartellähnliche Marktstrukturen nicht abwehren, müssen Sie die Verluste anderswo wieder hereinholen. Möglichkeiten wären z. B. die Substitution von Rohstoffen oder die Änderung der technischen Spezifikationen.

7 Schutzmaßnahmen:
Das A und O einer intelligenten Beschaffung sind genaue Kenntnisse über die aktuelle Marktlage. Je mehr Sie wissen, umso stabiler wird Ihre Verhandlungsposition sein und umso wirkungsvoller ist Ihr Risikomanagement. Schaffen Sie sich dieses Know-how bspw. durch ein funktionierendes Netzwerk von Informanten.

Zusätzliche Informationsquellen finden Sie bei Verbänden (www.bme.de), in Internetforen (http://cargoforum.de/Forums/viewtopic/t=511.html) und bei den Rechercheabteilungen von Großbanken (www.deka.de). Weiterhin empfehlen wir:

1. Bündeln Sie den Bedarf und vermeiden Sie zu hohe Spezifikationen, die den Lieferantenkreis einengen. Womöglich haben sich die Produktionsanforderungen längst geändert, Sie kaufen aber immer noch nach alten Vorgaben ein.

2. Schalten Sie Zwischenhändler aus und kaufen Sie direkt beim Hersteller ein.

3. Erweitern Sie Ihren Lieferantenkreis, indem Sie Stahlgüter nach internationalen und nicht nach deutschen DIN-Normen einkaufen.

4. Verzahnen Sie Ihre Abteilung mit den internen Bereichen F&E, Fertigung und Vertrieb, um zu neuen (kostensparenden) Produkten zu kommen.

5. Verzahnen Sie Ihr abteilungsinternes Risikomanagement mit dem Risikomanagement Ihres Gesamtunternehmens
. Sorgen Sie für die notwendige Transparenz (Geschäftsleitung, andere Abteilungsleiter), um bei Bedarf schnell und konzertiert gegensteuern zu können.

6. Sichern Sie Ihre Risiken durch Hedging ab.

7. Werden Sie ein Hedging-Spezialist und verschaffen Sie sich in Fachkursen das notwendige Know-how.

PRAXIS-TIPP: Handeln Sie mit Ihren Lieferanten verbesserte Preisnebenfaktoren in Form von Zusatzleistungen aus.

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Liebe Leserin, lieber Leser, kennen Sie das 'magische Import-Dreieck'? Achtung: Wenn nicht, verschenken Sie bares Geld!

Der Einkauf im Ausland kann Ihnen bis zu 15 % Kostenersparnis gegenüber dem deutschen Markt bringen – vorausgesetzt, Sie beherrschen das 'magische Import-Dreieck' und haben es optimal eingestellt.

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  • wie Sie das für den jeweiligen Beschaffungsmarkt passende Logistikkonzept erstellen.
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Elektronikkonzern LG liefert Vorbild für die Beschaffung 2020

Der Elektronik-Hersteller LG (Korea) hat sich mit einem neu aufgestellten Einkaufsressort krisenfest gemacht. Die Praxis ist auch für jedes andere Fertigungsunternehmen interessant, das die Beschaffungkosten besser unter Kontrolle halten will.

So organisieren Sie nach dem Vorbild LG künftig Ihren Einkauf:
  • Beschaffung wird in einem „Office for Procurement Engineering” zentralisiert. Ziel: So viele Einkäufe wie möglich bündeln, um Bestellmengenvorteile zu realisieren. Effekt: Sieben Prozent Kostensenkung im Einkauf. Praxis: Jeder Einkäufer eines Werks muss sich den Auftrag an den Lieferanten vom Office freigeben lassen.
  • Ein hochrangiger Chief Procurement Officer (CPO) wird eingesetzt. Er stattet den Einkauf mit mehr internem Gewicht aus und ist direkt dem CEO unterstellt.
  • Ein für alle verbindliches Einkaufshandbuch (50 Seiten) beendet den unübersichtlichen und uneinheitlichen Wirrwarr von bereichsweiten Regelungen.
  • Die Beschaffer sind autorisiert, nach Substitutionsmöglichkeiten Ausschau zu halten. Beispiel: Für das Innenleben von Haushaltsgeräten wird nicht mehr Kupfer, sondern das preisgünstigere Aluminium beschafft.
Quelle: Trendletter
 
 
 
Know-how-Bibliothek: Erfolgsfaktor Motivation

Im Einkauf herrscht chronischer Zeitdruck - so mancher Einkaufsleiter vergisst darüber, seine Mitarbeiter zu motivieren und denkt "die schaffen das schon". Klar, meistens ist das ja auch richtig.

Doch gezielte Motivation spornt Mitarbeiter an - und macht oft den Unterschied zwischen "die schaffen das schon" und "die schaffen das überdurchschnittlich gut". Auch auf die Leistungen Ihrer Lieferanten kann sich gekonntes Motivieren überaus positiv auswirken!

Lesen Sie deshalb die 4 Tipps zu Mitarbeiter- und Lieferantenmotivation:

Motivation im Einkauf: So spornen Sie Ihre Lieferanten mit einer Lieferanten-Olympiade zu Höchstleistungen an
Positive Lieferanten bevorzugen
Mitarbeiterführung im Einkauf: Minikritik mit Maxiwirkung
Die entscheidenden Faktoren für erfolgreiches Lieferantenmanagement


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