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| Lesen Sie in dieser Ausgabe von Einkauf heute |
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Einkäufer-Prioritäten 2012: Ausgabentransparenz und Risikomanagement
Sehr geehrte Damen und Herren,
was sind die Topthemen, die Einkäufer derzeit auf den Nägeln brennen? Dieser Frage ging der Wirtschaftsinformationsdienst D&B Deutschland in einer aktuellen Umfrage unter führenden Einkäufern nach. Das Ergebnis ist wenig überraschend: Ganz oben auf der Prioritätenliste der Einkaufsprofis standen die Themen Ausgabentransparenz und Risikomanagement.
Michael Seifert, Experte für Supply Management Solutions bei D&B Deutschland: "Der Einkauf wird als bilanz- und gewinnbringende Komponente zunehmend ernst genommen und ist deshalb gewungen, mit Ausgaben und Risiken angemessen umzugehen."
Im Bereich Risikomanagement ist diese Erkenntnis indes noch nicht verinnerlicht worden: Laut Umfrage bezeichnen immer weniger Einkäufer ihre Bemühungen auf diesem Gebiet als gut oder besser im Vergleich zum Vorjahr.
Höchste Zeit also, hier "nachzulegen". Tipps dafür stellen wir Ihnen heute in der Know-how-Bibliothek vor.
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Einen schönen und entspannten Feiertag wünscht Ihnen Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Einkauf heute"
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USA: Zollsenkungen
Seit 1. Mai fallen für ein paar Artikel geringere Zusatzzölle bei der Einfuhr in die EU an: Die Zuschläge sinken von bisher 15 % auf 6 %. Von der Maßnahme betroffen sind:
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Zuckermais (Tarifnummer 0710 40 00),
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Kranwagen/Autokrane (Tarifnummer 8705 10 00) und
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Brillenfassungen aus unedlen Metallen (Tarifnummer 9003 19 30).
Nähere Details finden Sie in der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 308/2012 vom 11. April 2012.
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Schmerzthema Seltene Erden
Es ist noch gar nicht lange her, da war der Begriff nur Eingeweihten und Experten geläufig. Inzwischen berichten selbst Kreiszeitungen in steter Regelmäßigkeit über Metalle mit so zungenbrecherischen Namen wie Dysprosium oder Praseodym. Meist mit warnenden Untertönen.
Doch seit Neuestem werden die Stimmen freundlicher. Denn die Preise vieler Seltener Erden geben seit Monaten nach. Einkaufsprofi Jens Holtmann, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes Einkaufsmanager, beleuchtet heute dieses komplexe Thema für Sie - Strategietipps inklusive.
Sondermetall ist nicht gleich Sondermetall
Bekanntlich hat China in Sachen Seltene Erden den Joker in der Hand. Die Volksrepublik produziert zum Beispiel
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91 % des globalen Wolframbedarfs (Auto- und Flugzeugteile) und
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31 % des weltweiten Molybdänbedarfs (Legierungszusätze).
Überhaupt kommt China mit einem Gesamtanteil der weltweiten Sondermetallproduktion von rund 95 % (2010) eine Monopolstellung zu. Zwar meinte Wang Jionghui, Chef des mächtigen Staatskonzern China Minmetals, 2016 würden nur noch 50 % des globalen Angebots auf das Konto Chinas gehen und Angebot und Nachfrage wären dann im Gleichgewicht, viel mehr als Polit-Rhetorik dürfte dieser Satz aber nicht sein. Im gleichen Atemzug gab Wang nämlich auch bekannt, dass sein Land bis 2015 den Ausbau seiner Seltenerdindustrie massiv vorantreiben wolle.
Laut Plan werde beispielsweise die Produktionskapazität von Seltenerdprodukten, die für die Herstellung von Dauermagneten unerlässlich sind, um 20.000 Tonnen (t) pro Jahr hochgeschraubt. Diese Zahl ist mit Vorsicht zu genießen, da aus Peking selten verlässliche Daten zu hören sind.
Unterscheidung zwischen leichten und schweren Seltenen Erden
Ernst zu nehmen ist dagegen die Ankündigung, ab dem Jahre 2012 bei den Exportquoten zwischen leichten und schweren Seltenen Erden zu unterscheiden:
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Leichte Seltene Erden (u. a. Scandium, Praseodym, Neodym, Samarium, Europium) sind auf der Welt wesentlich häufiger vorhanden und auch viel billiger als die schwere Variante.
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Schwere Seltene Erden (u. a. Gadolinium, Dysprosium, Erbium, Thulium, Ytterbium) sind für Hightech-Länder wie Deutschland aber die mit Abstand wichtigeren Sondermetallsorten. Besonders kritisch ist die Versorgungslage bei Terbium (Farbstoff für Leuchtstoffröhren) und Dysprosium (Dauermagneten).
Die chinesische Monopollieferanten haben zwar im Herbst 2011 ihre Preise gesenkt, aber nur weil sie mit diesem Verkaufstrick die reglementierten Exportquoten ausschöpfen wollten.
Politisches Kalkül oder wirtschaftliche Notwendigkeit?
Über die Hintergründe der Trennung in leichte und schwere Seltene Erden wird nun in Expertenkreisen heftig diskutiert. Weitgehend einig ist man sich darüber, dass die Aufteilung weniger wirtschaftlich als politisch begründet ist. Denn selbst in Geologenkreisen ist eine Unterscheidung von leichten und schweren Sondermetallen ungewöhnlich.
Der Wahrheit sehr nahe kommen dürfte die Vermutung, dass Peking eine Kampagne in der Schublade hat, um den Markt auf drastische Preisaufschläge vorzubereiten. Dazu passen Meldungen, dass die Reserven für schwere Seltene Erden, die im Süden Chinas abgebaut werden, nicht nur rapide abnehmen, sondern auch immer größere technische und finanzielle Aufwände erfordern.
Alternativen gibt es nur bei leichten Sondermetallen
Nicht erst seit gestern versuchen die Industrieländer, von der Rohstoffabhängigkeit Chinas wegzukommen. Durchaus mit Erfolg. So hat in diesen Tagen die Lynas Corp. im Mount Weld im Westen Australiens (eine der größten Lagerstätten von Sondermetallen außerhalb Chinas) den Produktionsbetrieb aufgenommen. Im April ist auch Molycorp Inc. in Kalifornien mit modernisierten und neuen Minen an den Start gegangen. Bis Ende des 3. Quartals will das US-Unternehmen seinen Ausstoß auf 19.050 t steigern.
Das sind Fördermengen, die die Preise und die Versorgungslage auf längere Sicht entspannt halten sollten. Aber eben nur für leichte Seltene Erden. Obendrein befürchten Analysten von Technology Metals Research (TMR) in den USA, dass die derzeit 406 Erschließungsprojekte von Seltenen Erden außerhalb Chinas nur zum geringen Teil profitabel arbeiten werden.
Welche Auswege gibt es aus dem Dilemma?
Für die meisten Metalleinkäufer sind nicht so sehr steigende Preise das große Problem, sondern vielmehr extreme Preisschwankungen, da sie verlässliche Kalkulationen nahezu unmöglich machen. Komplett ausgeliefert sind Sie dem prekären Sondermetallmarkt aber auch nicht.
Dazu 5 Strategietipps:
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Prüfen Sie, ob Ihre bisherigen Einkaufsmengen auch wirklich nötig sind oder ob es noch Luft gibt.
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Prüfen Sie außerdem, ob in Ihrem Betrieb Material recycelt werden kann.
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Wenn Alternativen auch rar sind: Finden Sie andere Lieferquellen.
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Wenden Sie sich an die Deutsche Rohstoffagentur, um durch Käufergemeinschaften oder Projektbeteiligungen Ihre Marktmacht zu stärken.
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Suchen Sie mit Ihren Ingenieuren nach alternativen Materialien. Beachten Sie: Durch Substitution sind 2011 auf dem Weltmarkt 20 % weniger Sondermetalle verbraucht worden.
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Betriebliche Anwenungen: Einkäufer-Apps
Ganz neue Möglichkeiten für den Einkäufer stellt Ihnen der Trendletter in seiner aktuellen Ausgabe vor: Zukünftig kann er schon in der Verhandlung mit dem Lieferanten durchrechnen, wie sich die Konditionen auf den Deckungsbeitrag, die Rendite und den Preis auswirken werden.
Beispiel: Der Einkäufer kann mittels App in Echtzeit prüfen, was der Artikel bei einem Wettbewerber kostet – und wie es sich auf die Marge auswirkt, wenn das Produkt zum selben Preis angeboten würde.
Ein entsprechendes System für Einkäufer im Handel gibt es bereits. Prognose: Auch für andere Branchen wird das ein Standard. iAnbieter der App für den Handel ist: Gicom
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Know-how-Bibliothek: Risiken managen
Unverhofft kommt oft - so mancher Einkäufer dürfte in diesen Tagen an dieses Sprichwort denken. Ein gutes und professionelles Risikomanagement kann dabei helfen, Krisen & Co. souverän in den Griff zu bekommen und sich nicht zum Spielball der Märkte zu machen. Hier einige Beiträge rund um Risikomanagement & Co.:
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